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Gewerkschaftsrat von Manchester in dem Ausschufs der grofsen„Technical school" daselbst. In gleicher Eichtung liegen dieBestrebungen der in Manchester gegründeten, heute über dasganze Land verbreiteten „Eecreative Evening School Associa-tion". Zweck derselben ist, den am Abend stattfindendenFortbildungsunterricht der gewerblichen Arbeiter mit technisch-naturwissenschaftlichem Geiste zu erfüllen, an Stelle von Ge-dächtniswerk die Bildung des Auges und der Hand zu setzen.In dem Ausschufs dieses Vereins sind die Baumwollarbeiterdurch den Schriftführer der amalgamierten Spinner vertreten;ferner hat der Gewerkvereinsrat von Manchester ebenfalls seinenAbgeordneten. Gerade von ihrer Seite findet der technischeUnterricht eifrigste Fürsprache.
Von welcher Bedeutung man diese Bestrebungen ansieht,ergiebt sich daraus, dafs der Staat eine sehr beträchtlicheSumme ausgeworfen hat (750000 I? = 15 Mill. Mark), welchedurch die Grafschaftsräte dem technischen Unterricht zuge-wendet werden soll.
Im Anschlufs an die Bewegung für technischen Unter-richt stehen die Bestrebungen, welche bereits im elementarenUnterricht eine Ausbildung von Hand und Auge des Kindesfordern. William Mather, ein bekannter Industrieller ausManchester und Parlamentsmitglied, hat die gesetzliche Er-laubnis zur Einführung von Handfertigkeitsunterricht in denVolksschulen durchgesetzt. Seitdem hat das Department fürscience and art (Circular 44 Manual instruction) Vorschläge fürdiesen Unterricht erlassen.
Die Bewegung für technischen Unterricht ist eine Begleit-erscheinung der grofsindustriellen Entwicklung überhaupt; siebedeutet nichts anderes als dal's die englische Nation auch fürdie Volkserziehung die Folgen einer volkswirtschaftlichen Ord-nung zieht, welche auf der Maschine beruht. Der nordeng-