1 Manchester Chambreof Commerce, Bombay and Lancashire. S.40.
2 So nach Andrew, Fifty years cotton trade S. 8. Vergl. bez.der Amortisation der rhein. Spindeln: Jannascb a. a. 0. S. 44. „Dieweit vorgeschrittene Amortisation half zumeist den Elsässern die Um-wälzung der Industrie überwinden, welche mit ihrer Aufnahme in dasReich verbunden war."
vielfach bedienen 1 . Der deutsche Unternehmer arbeitet da-gegen zu einem durchschnittlichen Zinsfusse zu 5°/o.
Eine industrielle Anlage stellt kein dauerndes Kapitaldar, vielmehr ein solches, das aufgebraucht wird; ja wieoben gezeigt, geht die Tendenz der Entwicklung auf eineUmwandlung des fixen Kapitals in umlaufendes. Damit wirdneben der Verzinsung die Aufbringung einer Amortisations-quote zur Notwendigkeit. Nach der von Platt aufgestelltenRegel sind die Werkzeugsmaschinen der Baumwollindustriemit 7 1 /2°/o , Gebäude und Dampfmaschinen mit 2 1/ 2 °/'o zuamortisieren; es beträgt dies ungefähr soviel wie eine Ge-samtamortisation zu 5°/o. Zwanzig Jahre also nimmt manals Lebensdauer einer Baumwollfabrik an. Die Durchführungeiner geregelten Amortisation gewährt dem englischen Fabrikantengrofse Vorzüge vor dem festländischen 2 . Nach Andrew undEllison steht die englische Spindel durchschnittlich nur mit18,5 sh., der Webstuhl mit 20 £ in den Büchern.
In England ist eine geregelte Amortisation aber auchleichter durchzuführen, als auf dem Festlande, einmal wegender geringeren Anlagekosten, sodann wegen der grösserenProduktionskraft der Maschinen. Auch kommt die grössereGeschicklichkeit der Arbeiter in Betracht — ungeschickte Händeverderben die Maschinen, weshalb z. B. in Indien der Ver-schleifs weit höher ist — sowie die Gleichmäfsigkeit derProduktion. Während der deutsche Fabrikant die Maschinenfortwährend verändern mufs entsprechend der grofsen Ver-