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Aussagen vor der Enquetekonimission ergeben, Steigerungder Lebensmittelpreise, Lohnherabsetzungen oder Arbeitsein-schränkungen in den wichtigsten andern Gewerbszweigen,besonders in Bergbau und Eisenindustrie, scharf empfindet.
Wenn man den englischen Arbeiter in seiner Wohnungaufsucht, so überzeugt der Augenschein , dafs hier mehr alsder bare Lebensunterhalt vorhanden ist, dafs vielmehr gewisseAnsprüche der Behaglichkeit erfüllt werden, was auf dasFamilienleben von günstigstem Einflüsse ist. Gehen wir z. B.zu dem Spinner in Hyde, dessen Budget oben gegeben wurde.Vor dem Hause befindet sich ein kleiner Garten. Er warzur Zeit, da die Aufnahme des Budgets gemacht wurde(August 1891), mit blühenden Blumen bepflanzt. Die Haus-thür fuhrt in das Wohnzimmer, dessen Mafse oben gegebenwurden. In der Mitte der Seitenwand links befindet sich eingrosfer Kamin mit hellflackerndem Kohlenfeuer. In demselbenhängt ein Kessel, in dem das Wasser fiir den zu jeder Mahl-zeit unentbehrlichen Thee gekocht wird. Seitlich an demKamine befinden sich Brat- und Backröhren. In der Mittedes Zimmers steht ein grolser viereckiger Tisch, der Efstischder Familie. An der zweiten Wand ein langes Sofa, an derdritten eine grolse Mahagonikommode, darauf einige aus-gestopfte Vögel und Bücher. An der vierten Wand desZimmers steht ein Pianino, auf dessen Beschaffung der Arbeitergern seine Ersparnisse verwendet, zumal in Lancashire , dessenBewohner besondere Neigung und Fähigkeit zur Musik, haben.Ich habe es in vielen Arbeiterwohnungen gesehen, so selbstbei Webern in Bacup , die nicht mehr als 3 sh. 9 d. für ihreWohnung zahlten.
Mag der Wert des Instrumentes wie der musikalischenProduktionen auf ihm gering sein — wurde mir doch erzählt,dafs die beiden Töchter je 10 Unterrichtsstunden für genügend