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Weltwirtschaft und Volkswirtschaft / von Heinrich Dietzel
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romantisch in diesem Falle muß aber die, von ihm so herbe ge-tadelteabenteuerliche Exportpolitik", diebreitspurige Welthandels-politik" weiter betrieben werden. Hörte der Import von Brotkorn undauch der übrigen in Deutschland produziblen Lebensmittel Fleisch-vieh, Eier, Gemüse, Obst, Wein gänzlich auf, so würde doch, umden Import der in Deutschland nicht produziblen, oder nur unterweit ungünstigeren Bedingungen wie im Auslande produziblenLebensmittel und Materialien zu bezahlen, ein Export von mehrerenMilliarden Mark erforderlich sein; dieFremdherrschaft" währte weiterund mit ihr das Risiko der rückläufigen Bewegung.

Wenn unsere Konsumtionssitten, unsere Produktions- und Cirku-lationsverhältnisse nicht eine radikale Verschiebung, und zwar eine Ver-schiebung, die die ungeheure Mehrzahl als einen schroffen Rückschrittder materiellen Kultur empfinden würde, erfahren sollen, so kanndie Forderung, daßwirtschaftliches und politisches Gebiet in denGrundzügen sich decken", nur verwirklicht werden kraft einerWeltmachtpolitik" a outranos. Erst dann, wenn wir Besitz oderzwingenden Einfluß in allen Zonen und Weltteilen gewonnen hätten,wäre die Idee derelementaren Selbständigkeit" eine Thatsache ge-worden.

2. Zur Kennzeichnung des Unterschiedes der Auffassung Olden-berg's und der Weltmachtpolitiker einerseits, und derjenigen derAgrarier andererseits.

Soweit die Argumente Ersterer den Letzteren passen, werde» sievon den Agrariern, wie oben schon gesagt (S. 39), bestens acceptiert.Aber im Ziele gehen die Bestrebungen dieser und jener diametralauseinander.

Den Agrariern ist Alles genehm, was man über die Gefahr derJndustriestaatsbildung sagt sofern daraus die Konsequenz derEinkapselung" der Kornproduktion innerhalb der schwarz-weiß-rotenGrenzpfähle gezogen wird. Sie stimmen auch Oldenberg noch dannzu, wenn er in einer Äußerung zum Flottengesetzentwurfbetont, wir hättenim Sinne der Selbständigkeitspolitik" das In-teresse, z. B. in Chinaein eigenes Gebiet für Baumwollen-pflanzungen zu gewinnen, das wir auf die Dauer nicht entbehrenkönnen." Sie würden ihm auch noch weiter zustimmen, wenn er ver-langte, daß wir irgendwie nnd irgendwo Länder uns aneignen sollten,die uns gestatten würden, Eisen, Kupfer, Zinn, Jute, Hanf, Wollehier stock' ich schon" auf Boden zu gewinnen, derunter demsicheren Schutz unserer Kanonen steht".

Aber sobald er die Forderung vertreten würde, die ihm ammeisten am Herzen liegen müßte, weil sie der für ihn schlimmsten