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Weltwirtschaft und Volkswirtschaft / von Heinrich Dietzel
Entstehung
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schnittlich von 1215 Thciluehmern besucht worden. Ueber zwanzigläßt sich die Zahl der activen Thcilnehmer nicht gut ausdehnen, wennalle nicht uur an der mit den bei dieser Gelegenheit znr Borlage gelangendenneuesten Erwerbungen der Bibliothek bedeckten Tafel im SitzungszimmerPlatz finden, sondern anch zum Worte kommen wollen/ denn hier darfes keine bloß passiven Teilnehmer geben. Sind doch alle Beteiligten,wenn auch überwiegend jüngeren Alters, über die Jahre hinaus, inwelchen die Geistesarbeit eine überwiegend receptive ist. Besucht wurdendiese engeren Bortrags- und Discussionsabcnde vorzugsweise von Ge-lehrten und Schriftstellern, Kaufleuten, Geistlichen und Lehrern, richter-lichen und sonstigen Beamten.

Aeußerlich betrachtet, ist dasPraktikum" von allen Veran-staltungen der Gehe-Stiftung die unscheinbarste. Es dient aber amdirectcsten dem Zwecke der Stiftung, insofern dieseeine geeigneteVorbereitung und Ausbildung von Männern" zu unterstützen bestimmtist, welche sicheiuer öffentlichen Wirksamkeit widmen wollen". Denn zusolchem Vorbereitetsein geuügt nicht die Bekanntschaft mit dem allgemeinenSysteme der einschlagenden Wissenschaft, sondern es gehört dazu wesent-lich das Eindringen in das Detail einzelner Fragen und solche sindes, die im Praktikum zur Erörterung kommen. Es erhält dadurch nichtnur der Referent Anlaß, sich mit dem einschlagenden Material zu be-schäftigen, sondern auch die übrigen Theilnehmer werden durch die vonihm aufgestellten und gedruckt vertheilten Thesen zum Voraus auf diestreitigen Punkte hingewiesen, so daß eine allerseits gehörig vorbereiteteund dadurch fruchtbarere Erörterung möglich ist.

Die Thciluehmer des Praktikums würdeu es nun der Gehe-Stiftung wenig Dank wissen, wenn sie ihnen weiter nichts darböte alsdie Gelegenheit, sich gegeneinander auszusprechen,- denn diese könntensie sich ja leicht auch auf anderem Wege, etwa durch Gründung einesVereins, selbst schaffen. Der Werth der Verknüpfung mit der Gehe-Stiftung liegt vielmehr darin, daß dieselbe zugleich neben den Rath-schlägen der Inhaber der Lehrämter das erwähnte unentbehrlicheMaterial" in thunlichster Vollständigkeit darzubieten sich angelegensein läßt. Und damit kommen wir zn derjenigen Einrichtung derStiftung, welcher dieser Band speciell gewidmet ist, ihrer eigentlichenSchatz- und Rüstkammer, der

Bibliothek.