burger Friedhof vermeldet: .Vom 27. Mai 1661, da der hochedleMarquis von Argyle enthauptet wurde, bis zum 17. Februar 1683,da James Renwick litt, wurden auf die eine oder andere Weise für
dieselbe Sache gemordet und abgethan gegen 18 000,--, edle
Blutzeugen für Jesus Christus ."
Vor allen waren die Moore und Hügel des Westens, woCarlyles Geburtshaus stand, das Land jener nächtlichen Feldpre-digten gewesen, auf deren Teilnahme der Tod stand. Noch heuteverehrt, wie uns Carlyle berichtet, das Landvolk die „Gräber seinerMärtyrer"; noch lebt das Gedächtnis an die flüchtigen Feldpredigerfort, „deren die Erde nicht würdig war"*). Dieselben Gegendenblieben der Sitz der Kameronianer, jener äußersten Richtung derPresbyterianer, die zu der unter Wilhelm III. restaurierten Kirchenicht zurückkehrte. Noch gegen Mitte des vorigen Jahrhundertswaren sie stark genug, ein eigenes Presbyterium zu gründen, zer-fielen aber dann in verschiedene Sekten. Die meistgenannte deraus ihnen hervorgegangenen Sekten sind die sogenannten „ durZKsrs",denen Carlyles Familie angehörte.
Thomas Carlyle wurde am 4. Dezember 1793 zu Brunswarkbei Annandale im südlichen Schottland geboren. Sein Vater JamesCarlyle gehörte einer jener Bauernfamilien an, welche als Clan-genossen den Namen einer der großen ausgestorbenen Adelsfamiliendes Landes trugen. 1793 heiratete James Carlyle eine gewisseMargarethe Aitken, „eine Frau," wie Carlyle sagt, „für mich vonder edelsten Abkunft, nämlich der der Fronnnen, Gerechten undWeisen." Thomas Carlyle war ihr erstes Kind; sie erlebte es, ihnauf der Höhe seines Ruhmes zu sehen, bekannt und geehrt, soweitdie englische Zunge klang. Nach Thomas kamen noch acht andereKinder, drei Söhne und fünf Töchter.
Das Geschlecht, dem er entstammte. Pflegte große starkknochigeMenschen hervorzubringen, die uralt wurden, wilde Charaktere, mitdenen nicht gut zu verkehren war. Auch in Carlyles Vater lebteder alte Jähzorn fort, aber er war überwunden von einer religiösenÜberzeugung, welche sein ganzes Leben bis in die Einzelheitenhinein beherrschte. Durch seinen Glauben, sagt sein Sohn von ihm,sei er sicher inmitten einer fallenden Ära geschritten, „ein Mannder alten Zeit, auch ein ultimus Rowa-norura". Dies ist CarlylesVater, ein echter Schotte, in allem das Urbild seines Sohnes,welcher sich stets bewußt war, daß er das beste, was er besitze, dieser
*) Brief an die Hebräer II, 38.