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Die Entstehung des Weltkrieges im Lichte der Veröffentlichungen der Dreiverbandmächte / Karl Helfferich
Entstehung
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at once be taken into consideration, and the Governmentswould then decide what effect should be given to them.

Yours, &c.

E. Grey.

Uebersetzung.

Foreign Office, 22. November 1912.

Mein lieber Botschafter!

Von Zeit zu Zeit in den letzten Jahren haben die franzö-sischen und britischen maritimen und militärischen Autoritätenmiteinander beraten. Es bestand stets Einverständnis darüber,dass solche Beratungen die Freiheit beider Eegierungen nichteinschränken sollten, in Zukunft darüber zu entscheiden, obsie sich einander durch ihre bewaffnete Macht beistehen solltenoder nicht. Wir haben vereinbart, dass Beratungen zwischenSachverständigen keine Verpflichtung sein oder darstellensollten, die eine der beiden Eegierungen binde, in einem Fallezu handeln, der nicht entstanden ist und niemals entstehenmöge. Die Verteilung z. B. der französischen und britischenFlotte im gegenwärtigen Augenblick beruht nicht auf irgend-einer Verpflichtung, im Kriege zusammenzuwirken.

Sie haben jedoch ausgeführt, dass, wenn eine der beidenEegierungen ernsten Grund haben sollte, einen nicht heraus-geforderten Angriff seitens einer dritten Macht zu erwarten,es wesentlich werden könnte, zu wissen, ob sie in diesemFalle auf die bewaffnete Unterstützung der anderen Machtrechnen könne.

Ich stimme zu, dass, wenn eine der beiden Eegierungenernsten Grund haben sollte, einen nicht herausgefordertenAngriff seitens einer dritten Macht oder irgend etwas, wasden allgemeinen Frieden bedrohen könnte, zu erwarten, siealsbald mit der anderen Macht darüber in Besprechungen ein-treten soll, ob beide Eegierungen zusammen handeln sollen,um einen Angriff abzuwehren oder den Frieden zu wahrenund, im bejahenden Fall, welche Massregeln sie bereit seien,gemeinschaftlich zu ergreifen. Wenn diese Massnahmen eineAktion einbegreifen, würden die Pläne der Generalstäbesofort in Betrachtung zu ziehen sein, und die Eegierungenwürden zu entscheiden haben, Avelche Folgen diesen Plänenzu geben sind.

Ihr usw.

E. Grey.

Dieses historische Dokument bestätigt, dass die britischenund französischen General- und Admiralstäbe seit JahrenPläne für eine gemeinschaftliche Aktion zu Wasser und zuLande ausgearbeitet und vereinbart hatten. Gegen wen sichdiese gemeinschaftlichen Pläne allein richten konnten, ist nicht