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zusagte, mit der Rassland entschlossen war, alle Risiken einesKrieges auf sich zu nehmen? Wenn ja, hat er dann am
30. Juli noch mit irgendeiner . Aussicht auf Erfolg an Buchananden Auftrag telegraphieren können, der russischen Regierungden neuen, aus der Unterhaltung mit dem deutschen Botschafterhervorgegangenen Vermittlungsvorschlag dringend zu empfehlen?Wenn es Sir Edward Grey ernst damit war, auf dieser Grund-lage im letzten Augenblick noch eine Einigung herbeizuführen,und wenn er das durch die Intervention des deutschenKaisers erreichte Zugeständnis des Grafen Berchthold, die Notean Serbien mit. Russland materiell zu diskutieren, aufrichtigbegrüsste, welche Gefühle musste es dann in ihm erwecken,dass die russische Regierung über die noch vorhandenenFriedensaussichten und seine eigenste Anregung hinaus am
31. Juli die allgemeine Mobilmachung anordnete und damiteinen Krieg unvermeidlich machte, in den nach allem Vorher-gegangenen auch England hineingezogen werden musste?
Wenn der brüske und unerhört folgenschwere SchrittRusslands bei Sir Edward Grey überhaupt Gefühle auslöste,dann muss man ihm zugeben, dass er seine Gefühle zu be-meistern versteht. Im Blaubuch findet sich jedenfalls keineSpur eines solchen Gefühls, auch nicht die Spur irgendeinesRemonstrierens gegen den alles verderbenden russischenSchritt oder irgendeines Versuchs, auf Russland einzuwirken,um eine Aufschiebung der angeordneten Mobilmachung oderbefriedigende Aufklärungen an Deutschland zu erlangen.
: Dagegen machte Grey den von vornherein aussichtslosenVersuch, die Verhandlungen weiterzuspinnen und Deutschland zu bewegen, im mobilen Zustande still zuhalten. LetztereZumutung wurde von Deutschland abgelehnt. Der Staats-sekretär von Jagow erklärte Sir E. Goschen: Russland sage,dass seine Mobilisation nicht notwendig den Krieg bedeute,denn Russland könne sehr wohl für einige Monate im mobilenZustand bleiben ohne Krieg zu führen; dies sei aber beiDeutschland nicht der Fall. Deutschlands Vorteil sei dieSchnelligkeit, Russlands Vorteil die Zahl, und die SicherheitDeutschlands verbiete, dass Deutschland Russland gestattenkönne, seine Truppenmassen aus allen Teilen des weitenReiches zusammenzubringen (Blaubuch No. 138).
Femer konzentrierte Sir Edward Grey, nun die Würfel gefallen waren, seine Anstrengungen darauf, die Karten so zuspielen, dass sich für das sofortige Eintreten Englands in denKrieg ein Anlass ergeben musste, der auch dem einem Kriegmit Deutschland immer noch widerstrebenden Teil desbritischen Kabinetts und der britischen öffentlichen Meinungals zwingend erscheinen sollte.
Blau- und Gelbbuch in ihrem Zusammenhalt ergeben, dassGrey, der seit dem 29. Juli Paul Cambon gegenüber moralischso stark gebunden war, wie man es nur sein kann, einige