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Die Entstehung des Weltkrieges im Lichte der Veröffentlichungen der Dreiverbandmächte / Karl Helfferich
Entstehung
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seien die britischen Geschwader mobilisiert, und er wolle seinenKollegen eine Erklärung vorschlagen, dahin gehend, dass diebritische Flotte die Durchfahrt der deutschen Flotte durchden Kanal oder wenn diese Durchfahrt gleichwohl gelingensollte jede Demonstration an der französischen Küste ver-hindern werde.

Es ist nicht anzunehmen, dass es in England üblich ist,dass der Staatssekretär des Aeussern Anträge von welt-geschichtlicher Tragweite, die er im Kabinettsrat zu stellengedenkt, vorher dem Vertreter einer interessierten auswärtigenMacht mitteilt und auf diese Weise die Politik seines Landesengagiert, ehe das Kabinett gesprochen hat. Ein solches Ver-halten ist um so auffallender, wenn es sich um Beschlüssehandelt, gegen deren Tendenz im Schosse des Kabinetts bisherein erfolgreicher Widerstand sich geltend gemacht hat. Wenngleichwohl Sir Edward Grey am vormittag des 1. August dieoben mitgeteilten, dem Kabinett vorgreifenden Eröffnungen.machte, so hat er für sich allerdings die Entschuldigung, dasser damit Frankreich gegenüber keine stärkere Verpflichtungübernahm, als er sie schon vorher übernommen hatte.

Immerhin ist bezeichnend, dass das englische Blaubuchkeine Mitteilung Sir Edward Greys über diese Unterhaltungmit Paul Cambon an den britischen Botschafter in Paris ent-hält, während Paul Cambon nicht verfehlte, an seine Regierungalsbald zu berichten.

In Paris war man auf Grund der im englischen Kabinettzutage getretenen Widerstände so ängstlich geworden, dassder dortige englische Botschafter am Abend des 31. Julinach London telegraphierte, der französische Minister desAuswärtigen sei ^urgently anxious as to what the attitudeof England will be in the circumstances, and begs ananswer may be made by His Majesty's Government atthe earliest^ moment possible (der französische Minister desAuswärtigen sei dringend ängstlich, was die Haltung vonEngland bei dieser Sachlage sein werde, und bittet, dass diebritische Regierung eine Antwort so rasch wie möglich gebenmöge). (Blaubuch No. 124.)

Die Antwort war die ungewöhnliche Eröffnung Sir EdwardGreys an Paul Cambon am Morgen des 1. August.

Jetzt war Frankreich beruhigt, und ohne die deutscheMobilmachung abzuwarten, verfügte die französische Regierungam 1. August, 3*° Uhr Nachmittags, die allgemeine Mobil 1machung der französischen Armee. (Blaubuch No. 136.)

Am folgenden Tage, Sonntag, den 2. August, machte SirEdward Grey dein französischen Botschafter eine Eröffnung,die er am 3. August in folgender, etwas präziserer FormAviederholte :

Dans le cas l'escadre allemande franchiraitle détroit ou remonterait la Mer du Nord pour doubler