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mehr oder weniger darauf gespielt wird, besteuern sollte.Sie haben wohl schon errathen, dass ich es für keinUnglück errachten würde, wenn eine solche Neuerungein wenig abschreckend auf die Bereitung der Ohren-schmäuse einwirken sollte, und jedenfalls scheint mirdie Gerechtigkeit zu verlangen, dass nach dem Bier undTabak auch als Dritter im Bunde die Musik ihr Scherfleinzum Staatshaushalt beitrage. Eine gleichmässige Ver-brauchsminderungin diesen drei Artikeln würde vielleichtsich in gegebener Zeit durch eine Mehrerzeugung vonpolitischen und sonstigen nützlichen Gedanken inunserem Volke ausgleichen. Und wie viele Kinder-thränen würde der trocknen, wie viele Mannesflüchebeschwichtigen, der, welcher diesen Vorschlag zur Thatmachte! Ich glaube, die dankbare Mitwelt schonwürde ihm ein Monument errichten. Nun muss esaber noch acht Jahre anstehen, bevor man wird Ge-hör verlangen dürfen, solchen oder anderen Verbesser-ungen das Wort zu reden. Denn der Vertrag derdeutschen Begierungen unter einander, auf welchemdie Existenz und Befugniss des Zollparlaments ruht,geht bis zum 31. December 1877.
Das ist der Hauptübelstand! Wie ungenügendimmer die Maschinerie des Zollparlaments sich erwiesenhat und noch erweisen möchte; ohne den guten Willensämmtlicher deutscher Regierungen kann in den nächsten