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halten in der Sitzung der spanischen Cortes am 20.Mai 1869, verdeutscht, auf gross Folio abgedruckt undmit einem zierlichen Arabeskenrand ehrend umzogen.Soll das etwa bedeuten, ich frage Sie, dass wir Andernan diesem politischen Blumenspiel uns mögen ein Bei-spiel nehmen? Ich zweifle nicht, Don Emilio Castelar ist ein wackerer Mann und ein gewaltiger Redner,aber Alles sehr nach spanischer Art; und wenn inunseren Kammern oder Parlamenten, oder auch inEngland, Belgien oder der Schweiz Jemand eine solcheRede halten wollte, er würde, ich will aus Höflichkeitgegen den edelsinnigen Spanier gar nicht sagen welch’ein Schicksal erleiden. Denken Sie sich einmal, esträte vor den 380 Mitgliedern des Zollparlaments,welche ja das deutsche Volk selbst aus seinem Schoossezwanglos gewählt hat, und die es als sein Blut undFleisch ehren muss, denken Sie, es träte vor Denenein Redner auf und spräche wie folgt:
„Ich glaube, dass in dem Blute der Hunde viele Elementeganz gleich denjenigen sind, aus welchen das uusrige besteht.Ich höre Herrn Moreno Nieta, der gleich mir zu den Spiritua-listen gehört, sagen, dass der Unterschied zwischen dem Menschenund dem Hunde einer der Wesenheit ist, nämlich der Vernunft.Ich weiss nicht, ob, wie nach Plato, der Geist sich den Organis-mus gesucht, oder, wie nach Hegel , der Geist gleichzeitig mit dermenschlichen Form in der Welt erschien; ich weiss nur, dassmein Gehirn, rund wie die Wölbung des Himmels, Raum für