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lution. So viel Worte, so viel Hoffnungslosigkeit! Esist, als ob selbst die Ironie des Zufalls sich dreinmischte, in unerwartet rascher Aufeinanderfolge dieGeister in’s Nichts zurück zu scheuchen, auf derenAllianz die Widersacher des Norddeutschen Reiches ihreMacht gebaut hatten. Kaum drei Jahre sind hinge-gangen, und was Alles haben wir erlebt an diesen Haupt-verbündeten unserer Gegner, an ihrem dreifachen Hortund Heil!
Rom, wer wüsste es nicht, ist auf Abwege ge-rathen, welche ihm seine heftigsten Gegner nicht zuge-traut hätten. Seine Verblendung im Kampfe mit derfortschreitenden Menschheit geht in’s Unerklärliche.Der Persische König, welcher das Meer peitschen liess,um den Elementen Gehorsam zu befehlen, war ein Lammder Demuth, verglichen mit denen, welche die Lehreaufstellen, das Weltall solle sein Denken in die Gewalteines einzigen Sterblichen geben. Und nun rede mannoch vom preussischen Cäsarismus! Das Cäsarenthumauf dem Gipfel seines Uebermuths angekommen, be-gehrte die Göttlichkeit für den römischen Herrscher!Caligula, der sich Statuen und Tempel errichten undOpfer darbringen liess, stellte mit ausdrücklichen Wor-ten denselben Satz auf, gegen welchen die deutschenund französischen Bischöfe auf dem Concil vergeblich
protestiren, nämlich dass „diejenigen, welche als Herr-
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