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und sie erreichte auch vollständig ihren Zweck. DieActien gingen unter der Hand gut ab und hoch überPari (100).
Bei gewissen Leuten steigert sich mit dem Essender Appetit; und so gründete Herr Garstenn dennnoch, in Verbindung mit Richard Schweder, PaulMunk, Gustav Markwald, Georg Beer und einigenAndern, den „Berlin - Charlottenburger Bau-Verein“,dessen Actien im Februar 1873 mit 110 an die Börsekamen. Diesen Aufschlag rechtfertigte der „Prospect“,indem er pro 1872 eine Dividende von nahe 13 Pro-cent feststellte, welche aber nur den Gründern zuGute kommen konnte, denn Actionäre waren noch garnicht vorhanden, und nachdem man sie eingefangenhatte, gab es keine Dividende mehr.
Der „Berlin -Charlottenburger Bauverein“ resp. HerrJ.' A. W. Carstenn hat Grossartiges geleistet — imAbstecken von Strassen und Plätzen. Eine unabseh-bare Riesenstrasse zieht sich von Steglitz bis Char-lottenburg . Sie heisst die Kaiserstrasse, ist übereine halbe Meile lang, breit und prächtig — nur feh-len ihr noch die Häuser, und die Baugründe sindeinstweilen hier, wie in dem Gewirr der Quer- undNebengassen, als Viehweide verpachtet. Auch die