Der „Volkswirth“ Wiss hatte kurz vorher imFeuilleton der „National-Zeitung“ einen Bandwurmvon Artikeln über Wohnungsnoth, Wohnungsreform etc.losgelassen, die alle in dem Satze gipfelten: das ein-zige Rettungsmittel sei die Colonisation. Zum Dankfür diese Reclame machte ihn Quistorp zum „Vor-sitzenden des Aufsichtsraths“, und nun ging der„Deutsche Centralhau verein“ in’s Zeug mit Ankäufen,Parcellirungen und Bauausführungen. Das erste Ge-schäftsjahr schloss am 1. Juli 1873 mit einer Divi-dende von 15 Procent, aber nur 10 Procent kamenzur Auszahlung; während „Aufsichtsrath“ und „Direc-tion“ das Ihrige natürlich voll eingestrichen haben werden.
Im Juli 1873, mitten im „Krach“, rückte HerrQuistorp noch mit dem Anträge heraus, „das Actien-capital successive auf vier Millionen Thaler zu erhöhen“;was auch beschlossen ward. Aber es blieb beim Be-schlüsse. Schon nach drei Monaten brach der „DeutscheCentralbauverein“ zusammen, mit einer Million Unter-bilanz. Die Grundstücke, welche mit mehreren Millio-nen zu Buch standen, sind bei der gerichtlichen Taxeauf ein Fünftel oder noch tiefer herabgesetzt. DieMasse wird kaum die Schulden decken — über 2 1 j 2Millionen Thaler; die Actionäre haben Alles verloren.