rificiren. Hätten der Kaiser, die Kaiserin und diePrinzen eine Ahnung gehabt von dem schwindelhaftenCharakter dieser Gründung: sie würden selbstverständ-lich nie einen Fuss hierher gesetzt, jenen Leuten nieeinen Blick geschenkt haben.
Wie „Centralstrasse“, so hatte auch „Passage“eine noch blutigere Nachgründung im Gefolge. HieGründer hatten privatim, zu ganz anderem Zwecke,„Meinhardt’s Hotel“, Unter den Linden 32, angekauft,und es weit über den Werth, mit 500,000 Thalernbezahlt. Als die Conjunctur umschlug, wussten sienicht mehr, was sie damit anfangen sollten, fasstensich aber schnell und halsten das Grundstück der„Passage“-Gesellschaft auf, der sie es mit einemkleinen Aufgelde von etwa 137,000 Thalern in Rech-nung stellten. Dieses Taschenspielerstückchen kam inder nächsten General-Versammlung zur Sprache; etlichewirkliche Actionäre erlaubten sich zu murren, abersie wurden kurz und bündig zur Ruhe verwiesen,nämlich von den „Strohmännern“, welche die Gründerengagirt hatten, überstimmt. Der Ankauf von „Mein-hardt’s Hötel“ ward mit imposanter Majorität ge-nehmigt.
Noch vor Vollendung des Baues, noch vor dem