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„Krach“ wurden jene Dinge ruchbar, und auf der„Passage“ ruhte von vorne herein ein Fluch.Nur mit Notli gelang es die Läden zu vermiethen,nachdem man die zuerst in Aussicht genommenenMiethen bedeutend herabgesetzt hatte. Die Concerteverunglückten, die Festsäle blieben leer, die grossenItestaurants in den obern Etagen fanden bald keinenPächter mehr, und die durch alle Stockwerke gehenden„Banklocalitäten“ in der Behren-Strasse konnten über-haupt nicht vermiethet werden. Man verwandelte dieseBäume in ein Hotel von 60 Zimmern, aber man suchtevergebens nach einem Pächter. Auch für „Meinhardt’sHotel“ fand sich Niemand, der den verlangten Pacht-zins von 28,000 Thalern zahlen wollte, und so sahdie Gesellschaft sich genöthigt, die Bewirtschaftungselber zu übernehmen, wobei sie indess keine Seide
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spinnt. Nach der Bilanz von 1874 beträgt der „Saldo-Ertrag“ von „Meinhardt’s Hotel“ noch nicht 1 Procentdes Anlage-Capitals.
In dem kostbaren Säulensaale der „Kaiser-Galerie“nahmen am 22. April d. J. die Actionäre die magereBilanz und den trostlosen Geschäftsbericht entgegen.Der grosse Restaurant in der zweiten Etage ist nachdem Erdgeschoss verlegt; da sich aber auch hier kein