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Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin : gesammelte und stark vermehrte Artikel der "Gartenlaube" / von Otto Glagau
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Pächter fand, übernahm die Bewirtschaftung ein Con-sortium, bei welchem sich die Passage-Gesellschaftzu Dreiviertel betheiligen musste. Wenn wir die un-klare Bilanz und die ebenso unklaren Notizen derZeitungen recht verstehen, hat die Gesellschaft beidieserBetheiligung pro 1873 18,750 Thaler,

pro 1874 25,000 Thaler eingebuttert; auch von

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den früheren Pächtern das Inventarium und ein grossesWeinlager übernehmen müssen. Eine andere Versionbehauptet wieder, das Weinlager sei eigentlich einePrivat-Angelegenheit gewisser Herren Aufsichtsräthe,und diese hätten sich inzwischen auch bereit findenlassen, es der Gesellschaft abzunehmen.

Genug, der Bericht verstimmte tief, und die zahl-reiche Versammlung, welcher Herr CommerzienrathStobwasser präsidirte, zeigte sich sehr ungeberdig.

Da erhob sich am grünen Tische einer der Würden-träger und erklärte : mit edlem Freiinutk, dass dieOpponenten sich dem Aufsichtsrath gegenüber in einerMinderheit wie 1 zu 6 befänden, also sich doch nichtunnütz echauffiren möchten. Der gute Bath wirkte,und die Gemüther beruhigten sich. Zum ersten Malsollte eine Dividende vertheilt werden; dafür betrugsie aber auch V, Procent. Es ereignete sich hier