*
— 157 —
paradirt, der Berlin gerade mit seinem Ruhm er-füllt.
ln der „Kaiser-Galerie“ versammelte sich im vori-gen Herbste die Winkelbörse, die früher ein paar Häuserweiter, an der Conditorei von Kranzier tagte, bis sievon der Polizei vertrieben ward. An einem Abendebatten in der „Passage“ Posto gefasst: Rosenfeld, Rosenhain, Rosenberg, Rosenthal, Rosenbach, Rosen-busch, Rosenblatt, Rosenstiel, Rosenstock etc. etc.;und sie jobberten so heftig, dass sie den Verkehrhemmten und der Hausinspector sie auffordern liess,sich ein wenig zu zerstreuen. Das nahm Jacob Rosen-stock gewaltig übel; der kriegerische Geist seinerAhnen, der Makkabäer, kam über ihn und er versetztedem Abgesandten einen wuchtigen Schlag in’s Gesiebt.Da eilten die andern Hausbediensteten und aus demRestaurant die Kellner herbei, und es entspann sichzwischen ihnen und den Jobbern eine blutige Schlacht.Der tapfere Rosenstock ward übermannt, vor Gerichtgestellt und wegen „groben Unfugs“ in Strafe undKosten verurtheilt. Er appellirte jedoch und wurdein zweiter Instanz freigesprochen, weil der Kläger denStrafantrag zu spät gestellt hatte.
Wenn wir durch die „Passage“ gehen, lesen wir