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Allein Quistorp und der Central-Bazar, die esBeide mit ihren Versprechungen nicht zu genau nah-men, machten die Droschken nicht besser, eher schlech-ter und theurer. Die Droschkenkutscher, welche gleich-falls den Geist der „grossen Zeit“ verspürten, und dieGründer immer fetter und schwerer werden sahen, erhöhtentäglich die Taxe und die Trinkgelder, und verfuhren mitdem Publikum nach dem Wahlspruch der französischen Könige: Car tel est notre plaisir. Die Polizei liess einneues Reglement erscheinen, und die Droschkenkutscherantworteten mit einer Revolution.
Am 1. März 1873 stiegen an 3000 Rosselenkervom Bocke und gingen, wie der Berliner sagt, „zuMuttern“, setzten sich auf die Ofenbank und über-liessen sich den Freuden der Häuslichkeit und derFamilie, indem sie ihre Kinder im Striken unterrich-teten, und in den Busen der unschuldigen Kleinenglühenden Hass ergossen gegen Madai, den neuenPolizeipräsidenten. Verschiedene Tage war Berlin ohneDroschken, und an allen Strassenecken hörte manRufen und Jammern. Ein grosser Theil der Feierndensuchte das Angenehme mit dem Nützlichen zu ver-binden und meldete sich zur Verbüssung der Polizei-strafen, von denen der Berliner Droschkenkutscher