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Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin : gesammelte und stark vermehrte Artikel der "Gartenlaube" / von Otto Glagau
Entstehung
Seite
179
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jeder Zeit ein halb Dutzend auf dem Kerbholz hat.In jenen Tagen waren die Gefängnisse mit strikendenRosselenkern vollgestopft, die hinter ihren Gitterfenstern'hohnlachend auf die in Schaaren vorbeipilgernden Fuss-gänger blickten.

Da traten als rettende Engel wieder die Gründerauf. Inmitten des Droschkenstrike erliessen die HerrenGustav Thölde, Carl Stöter, Ferd. Strahl, Direc-toren der „Centralbank für Genossenschaften“, Kauf-mann Gustav Röhll, Director Wilh. Horn und Rechts-anwalt Ewald Hecker den Prospect der Actiengosell-schaft für öffentliches Fuhrwesen, woriu sie er-klärten: „Eine radicale Reform ist auf dem Wege derpolizeilichen Intervention nicht erreichbar; hierzu be-darf es anderer Mittel. Es muss der Betrieb desöffentlichen Fuhrwesens in die Hände der Gross-In-dustrie gelegt werden, die allein befähigt ist, wirklichbedeutende Resultate zu erzielen.“

Der Prospect verhiess 1200 neue Droschken undforderte dafür ein Actiencapital von — zwei Millio-nen Thaler, d. h viermal mehr als „Central-Bazar“.Da man an Dividende mindestens 15 % Rrocent heraus-rechnete, „mit Sicherheit“ aber „einen weit höherenErtrag“ erwartete, war es nur in der Ordnung, wenn