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Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin : gesammelte und stark vermehrte Artikel der "Gartenlaube" / von Otto Glagau
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Nachdem die Preussische Bank , die theilweise ein

Staatsinstitut war, glücklich in dieReichsbank

umgewandelt worden, die eine reine Actiengesellschaft

ist; nachdem dieMeistbetheiligten der Preussischen

Bank das sind die grossen Financiers, die Matadore

der Börsianer und Gründer mit Hülfe der Herren

Ludwig Bamberger und Genossen glücklich zu

Reichsbank-Antheilseignern erhoben sind, und damit

jede Concu'rrenz todt gemacht ist, soll nun auch das

dem Leichtsinn. Dagegen plaidirte er im Reichstag für dieEisenbahn-Gesellschaften, denen er zu Lasten des Postfiscusein artiges Geschenk zuwenden wollte; worauf der General-Postmeister ihm entrüstet zurief: Das Reichsfass soll wiedereinmal angezapft werden! Herr Richter meinte: wenn nichtReichsfass, dann Publikum; und schien nicht abgeneigt, selbsteine Erhöhung der Portotaxen zu bewilligen. Aus diesen Vor-gängen wollenStaatsbürger-Zeitung und andere Blätter denSchluss ziehen, dass Herr Richter sich zu sehr für das Klein-wie für das Grosswucherthum begeistere; und drohen, wenn erdiese Leidenschaft nicht zügele, ihn kalt zu stellen.

Gegen den Beschluss von Magistrat und Stadtverordneten,also für Uehernahme der Leihämter haben sich die meistenBezirksvereine erklärt, und sich dadurch in der öffentlichenMeinung wieder etwas reliabilitirt. Auch dieVossische undandere Zeitungen traten, zu Gunsten der armen Leute, warmfür Erhaltung der Leihämter ein. Gegen dieselben, alsun-volkswirthschaftlich, eiferten u. A. dieTribüne und dieVolkszeitung des Herrn Franz Duncker , das echt demokra-tischeOrgan für Jedermann; dessen Redakteur, Herr Sachse,in öffentlichen Vorträgen ebenso entschieden die Börsensteuerbekämpfte.