Harburg-Stade einer Privatgesellschaft zu übertragen,falls diese Gesellschaft die Linie bis Cuxhaven weiter-führe und dort einen Hafen errichte. — Ein kuriosesAmendement, aber man befand sich in der Gründer-zeit und nahm es ohne jedweden Einspruch an.
Bald darauf wurde die Cuxhavener Eisenbahn-Dampfschiff- und Hafen - Actiengesollschaftgeboren, und zum Erstaunen naiver Leute. trat HerrBraun-Wiesbaden als Mitgründer hervor und ward so-gar Director der neuen Gesellschaft. Man verspracheine Bahn von Harburg über Stade und Cuxhaven nach Geestemünde , sowie den Bau eines stets offenenSeehafens in Cuxhaven mit grossartigen Dampfschiffs-verbindungen; und forderte dafür die Bagatelle von20 Millionen Thaler. Der Prospoct war so bescheiden,das Unternehmen mit das grossartigste des Jahrhun-derts zu nennen, und verschiedene Brochüren rechneteneine Bentabilität heraus, dass dom Leser die Augenthriinten.*) Solch masslose Marktschreierei fiel selbst
*) Für das Unternehmen warb auch eifrig und wurde inTausenden von Exemplaren über die Provinz Hannover aus-gestreut die aus der Held-Daubitz’schen „Staatsbürger-Zeitung“entstandene „Berliner Bürger-Zeitung“, welche einemConsortium gehört, an dessen Spitze Buchhändler Daniel Collin,Begierungsrath a. D. Stadtverordneter Beutner und Abgeord-