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wollen, denn diese Leute sind sehr überflüssig, und sieverfolgen nicht die Interessen des Publikums, sondernnur die der Börse.
Trotz aller Vorsichtsmassregeln war die Versamm-lung zahlreich, und sie nahm einen sehr aufrührerischenVerlauf. Von allen Seiten erhoben sich Klagen, Vor-würfe, Anschuldigungen und Drohungen; aber HerrReh stand da wie im brandenden Meer der Fels. Erleugnete nicht einmal, er gab fast Alles zu, er liessdie empörten Actionäre schreien und toben bis siemüde wurden, und dann schloss er ruhig und würdigdie Sitzung. Seiner Pflicht gemäss, veröffentlichte erauch wieder die Bilanz, ohne sie aber, wie es Gebrauchist, von einem Revisor bescheinigen zu lassen. HerrHeinrich Reh weiss sich über solche Formen hinweg-zusetzen; und in Wahrheit ist bei den Bilanzen derActien-Gesellschaften der „Revisor“ eine blosse Form.
Der Bergbrauerei Hasenhaide hatte der frühereBesitzer C. Kelch für das erste Jahr eine Dividendevon 8 Prozent garantirt, und er bezahlte sie auch.Die Gesellschaft erwarb das Etablissement für denkolossalen Preis von Einer Million und schritt dannnoch zu kostspieligen Ankäufen und Bauten. Die Bi-lanz pro 1874 schloss mit einem Verluste von 96,000
Glagau, Der Börsenscliwindel. 18