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die wahrscheinlich noch tiefer stehen als die der „Flora“,schon lange gar nicht mehr notirt werden. Wie mitden „Prioritäten“ der Flora, so handelte auch mit denPrioritäten dos Herrn Heinrich Eeh — der genialeFinanzkünstler Jean Frankel: denn schöne Seelenfinden sich, und wo es eine besonders faule Gründunggiebt, ist in der Eegel auch Herr Jean Frankel dabei.
Heinrich Eeh. warf pro 1873 eine Dividende vonganzen drei Procent aus; bekam aber gleich daraufGewissenshisse und zahlte die grandiose Dividendelieber nicht aus, sondern trug sie in die Bilanz als„unerhoben“ (!) ein. Die vorjährige Generalversamm-lung setzte er auf den heiligen Christabend. Nicht,dass er den Actionären eine angenehme Weihnachts-bescheerung zu machen gedachte: nein, er rechnetedarauf, dass ihnen die Stunde ungelegen sein und dasssie dieselbe verpassen würden. Aber in den Zeitungenerschienen menschenfreundliche Merkzeichen und Finger-weise, und die Actionäre meldeten sich so zahlreich,dass Herr Eeh schliesslich Viele abwies und ihnen die
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Eintrittskarte verweigerte. Auch war er so vorsichtig,die „Vertreter der Presse“ auszuschliessen, das willhier sagen, die Abgesandten der Börsenblätter — worauswir ihm übrigens nicht den geringsten Vorwurf machen