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und Compagnon Meyer Cohn (S. „Passage“ und „Lindenbau-verein“) als „Aufsichtsrath cooptirt“ ward. Nachdem die Actiender Gesellschaft bis ca. 3 gesunken, liquidirte man, und er-nannte zum Liquidator Herrn Dr. juris Kmil Lehmann, derfrüher, neben Richard Schweden, als Director der „PreussischenBodcn-Credit-Acticn-Bank“ fungirte. Her Thiergarten-Bauver-ein wandte sich, wahrscheinlich durch Vermittelung des Mit-gründers, Kammerherrn Louis von Prillwitz (Siehe gleichfalls„Passage“) an den Kaiser um • verschiedene Subventionen; undist ihm auch, zum Zwecke der von ihm erbauten Brücke überden Schifffahrts-Canal, ein „Allerhöchstes Gnadengeschenk“ imWerthe von 7000 Thalern in Aussicht gestellt worden.
Zu S. 113. Bauvereiii Königstadt. Als „Aufsichtsriithe“fungirten noch: Geh. Commerzienrath Emil Stephan, „Redac-teur“ Franz Grunert, Kammerherr von Prillwitz, BaumeisterJulius Hennicke, Banquier Schnöckel; als „Directoren“ u. A.:der Mitgründer Joseph Born und Hofbaurath Ernst Klingen-berg (Siehe „Lindenbauverein“).
Zu S. 124. .1. A. W. Carsten«. Dieser edle „Grossgrund-
besitzer“ gründete auch noch die Baugesellschaft „Berlin- Hain-burger Immobilien“. Ausser seinem Factotum, dem BaumeisterJohannes Otzen, sind als Mitgründer genannt: GeometerOtto Busse in Charlottenburg, Kaufleute Julius Rohdc,Johannes Wesselhöft und Wilhelm Vorwerk, und SenatorGodeffroy in Hamburg.
Zu S. 116 und 140. „Woluiuilgsiiotli“, Die „Wolmungsnoth“hat sich völlig in ihr Gegentheil verkehrt. Man schätzt dieZahl der Ende 1875 in Berlin leer stehenden Quartiere bereitsauf 9000. Fast an jedem Hause sieht man wieder Vcrmie-thungs-Zettel aushängen; vor den Thoren sind halbe Strassenunbewohnt. Namentlich stehen leer grössere Wohnungen imPreise von 500 Thalern und darüber; sowie eine Menge vonkostbaren Läden, öffentlichen Localen und Geschäftsräumenaller Art. Die Zeitschrift der Baugewerksmeister beklagt dieUeberprodnction im Baufache, welche das Werk ist von specu-lativen Unternehmern im Bunde mit schwachfiissigen Bau-