Bis hierher sind die Gegensätze, welche in der Conferenzim Monat Juli aufeinander trafen, ihrem Inhalt und ihrerEntstehung nach geschildert und auf ihren inneren Werthgeprüft worden. Die französischen Delegirten hielten an derihnen gegebenen Instruction stramm fest. Die Nachgiebigkeitgegen Italien und Belgien sollte nur darin sich hethätigen,dafs man ihnen, wenn sie sich für das Ende eines neuen,durch eine Reihe von Jahren zu schliefsenden Vertrags zurAusgleichung in Gold verstehen wollten, von da an einelängere Frist zur Abtragung dieser Last gestatten wollte.Man machte ihnen die Unterzeichnung des Wechsels so leicht,wie ein Mann, der einem armen Teufel auf hohe Zinsen leiht,es nur machen kann: Ihr braucht ja nicht sofort zu zahlen;kommt Zeit, kommt Rath; für den Augenblick erneuern wirEuch den Contract, braucht Ihr den Beutel gar nicht aufzu-machen; für's Erste seid Ihr aus der Verlegenheit; bedenkt nur,was in fünf oder zehn Jahren kommen kann, um Euch eineZahlung des heute unterschriebenen Wechsels möglich zumachen. Man kennt ja diese schönen Worte und wie Vieleschon in diese Falle gegangen sind.
Aber die Belgier sind solide, kaltblütige Leute. Siewissen sehr gut, dafs Unterschreiben nur für leichtsinnigeSchuldenmacher etwas Anderes ist als zahlen; und obwohl sie