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Die Schicksale des lateinischen Münzbundes : ein Beitrag zur Währungspolitik / von Ludwig Bamberger
Entstehung
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X.

S c h 1 u f s.

Am 22. Oktober versammelten sich die Vertreter der vierUnioDSstaaten Frankreich, Italien, Schweiz, Griechenland vonNeuem in Paris, während Belgien sich fern hielt, und am6. November kam ein neuer definitiver Vertrag, auf weitere5 Jahre zwischen ihnen zu Stande, welcher in den Grund-bestimmungen die alte Fassung beibehielt, an wichtigen Neue-rungen aber folgende einführte:

Zunächst ward die Vereinbarung, gemäfs welcher diefranzösische Bank sich verpflichtet, die silbernen Fünffraukensämmtlicher Unionsstaaten bei ihren Kassen anzunehmen,nicht wie früher lediglich durch eine briefliche Zusicherungan die französische Regierung festgestellt, sondern als einselbständiger Artikel in den Vertrag aufgenommen, und dabeierscheint als eine weitere Neuerung der Zusatz, dafs die Banksolche fremden Silberstücke für Rechnung des französi-schen Schatzes annehmen werde. Mit dieser Verfügungwurde die bis dahin in der Schwebe gebliebene Frage, wereventuell den Verlust an den fremden Stücken letzter Handzu tragen haben werde, entschieden. Der betreffende Artikellautet:

In Frankreich sollen die silbernen Fünffrankenstücke inden Kassen der französischen Bank für Rechnung des Schatzesangenommen werden, wie dies aus den zwischen der Bankund der französischen Regierung unter dein Datum des31. Oktober und 2. November 1885 ausgewechselten und der