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Die Augsburger Postzeitung und Neue Augsburger Zeitung im neuen Heim
Entstehung
Seite
18
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Die Lntwiclrlung öer Heuen Flugsöurger Leitung.

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Augsburger Generalunzeiger.

«Negriindct 1832.

rimtUchcs Publikation-organ

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Nr IN4

Witlwoch, 7. Mai

1913

Neue Augsburger Zeitung.

Mittwoch, 8, Dezember ISÜSM.285.

Zweites Blatt zur Neue» AugsburgerZeitung.

Nr. 285

Mittwoch, 8, Dezcmlki

1909.

Neue Augsburger Zeitung.

.'L 114.

Neue Augsburger Zeitung.

Dienstag, den 2. September 1802.

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Ucic Aagsdirzer Zeitiliz.

Ar». 1.

Angsbnrger Stadt- u. Landbote.

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In den 80 cr Jahrenwurde die Neue Augs-burger Zeitung in derhalben Größe des daina-ligcnPostzcilnngsforinatsgedruckt. Ihrem Bedürf-nis nach einem größerenFormat wurde mit Be-ginn der 00 er Jahre Rech-nung getragen. Durchentsprechende Vergrößer-ung des Formats der einen und Ver-kleinerung des Formats der andern Zei-tung wurde für beide Blätter, damit siewie bisher so auch fernerhin auf dengleichen Maschinen gedruckt werden kön-nen, einKompromißformat" geschaffen, dasmehr als zwei Jahrzehnte lang in Verwen-dung war und sich großer Beliebtheit erfreute.Als aber auch dieses Format für die NeueAugsburger Zeitung im Laufe der Jahre, wieauf Seite 21 ausführlich dargelegt ist, zu kleingeworden war und fortgesetzt große linzuträg-lichkeitcn im Gefolge hatte, mußte im vorigenJahre zu dem jetzigen großen Formate ge-griffen werden. QN2 QNO QN2 d> QNO

Krebsgang und war zu Beginn desJahres 1857 bereitsim Frieden ent-schlafen".

Infolgedessen war derAugsburgerStadt- und Lnndbote" im Zurückgehenbegriffen, und ein Umschwung in diesenVerhältnissen wurde dadurch nicht be-günstigt, daß bald auch in der Tendenzdes Blattes eine gewisse Unsicherheit zu-tage trat. Ueber diesen Zustand findensich in der Augsburger Postzeitung (Nr.351 vom 23. Dezember 1856) im Anschlußan eine Mitteilung über das drohendeUmfallen eines bisherrecht wackerenkatholischen Blättchens" in München , derL a n d b o t i n", folgende Andeutungen:Auch in Augsburg hat das katholischeLocalblattStadt- und Landbote" seiteiniger Zeit seinen Redacteur gewechselt.Man nennt einen ehemaligen Schau-spieler Allman als die Seele des Blattes.Die Hauptstärke desselben liegt auch seitdieser Zeit in seinen Theaterberichten.Das Blatt hat sich gemäß frühereröffentlichen Erklärungen nur ein katho-lisches Desensiv-Orzan genannt, es willseinen Domino nur dann abwerfen,wenn etwa" das katholische Princip inAugsburg angegriffen werden möchte".Das Blättchen ist sonst eine recht netteDiminutiv-Ausgabe der AllgemeinenZeitung. Auch Humor fehlt manchmalnicht. So war z. B. unlängst eineTelegraphische Depesche" aus Bruchsal ,daß ein politischer Verbrecher zurLesung desThomas Morris von Red-witz" verurtheilt worden sei, daß sichderselbe aber während des Lesens er-hängt habe, gewiß recht humoristischfür ein katholisches Blatt. Fast zuhumoristisch war aber die Ankündigungund Empfehlung der Schriftdes excommunicirten DomvicarsSpindler."

Glücklicherweise dauerten diese un-erfreulichen Verhältnisse nicht lange.Wie die Postzeitung schon am 26. März1857 (Nr. 84) mitteilen konnte, war dasBlattnun wieder in Hände gelegt, dieerprobt dafür sind, daß sie es im katho-lisch-conservativen Sinne redigierenwerden". Einige Tage zuvor hatte näm-lich die Redaktion des Stadt- und Land-boten Herr P. Roth lauf über-nommen, der vieljährige Redakteur derMünchenerLandbötin", welcher derinzwischen eingetretenen Tendenz-änderung dieser Zeitung sie war (lautSendbote Nr. 6 vom 22. März 1857)ein kirchenseindliches Blatt, also nichts-nutzig geworden" hatte weichenmüssen.

Diesem ersten Schritt der Besserungfolgte bald ein zweiter, der für die zu-künftige Entwicklung des Blattes vonbestimmendem Einfluß war. Er betrafdie Besitzverhältnisse. Diese scheineneigentümlicher Art gewesen zu sein.Während das Blatt 1856, wie erwähnt,in L. Dolls Verlag übergegangen war,finden wir es jetzt im Verlag und Eigen-tum von Kunst- und Ornatsticker Wen-delin A m m a n als Rechtsnachfolgereines vormals bestandenen Komitees.Und von diesem kaufte nun am 15. Aug.1857 Ilr. Max Huttierdas Verlags-