er sich auf dem Gebiete der katholischen Literatur und machte sich einen ^ Stadt- und Landboten", dem er den Titel „Neue Augsburger Zeitung"Namen durch seine „katholischen Studien". Wohl diese Beschäftigung ^ gab, 1858 die „Augsburger Postzeitung" und 1859 den „Allgemeinen
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Direktor Dr. Hink in seinem Hröeitsrimmer.
war es, die ihn zu der Erkenntnis führte, daß er, ein begeisterter Ver- ^fechter der kirchlichen Freiheit, in einer Zeit, in der diese von allen ^Seiten bekämpft und un-terdrückt wurde, auf demNedaktionsstuhle einer ka- ^tholischen Zeitung eine er-sprießlichere Tätigkeit ent-falten könne, als auf dem2ehrstuhle eines Dozentender Philosophie, und sofaßte er — ein Mann derTat — den Entschluß, ausdem Benediktinerordenauszutreten, suchte in Rom um die hiezu erforderlichepäpstliche Dispens nach undverlieh, als er dieselbe er-halten hatte, das Stift St.
Stephan. Am 1. Juni 1855übernahm er die Redak-tion der „Augsburger Post-zeitung", und in dieserStellung kam er dank sei-nem weiten Blick und siche-ren Urteile bald zu derUeberzeugung, daß der Er-folg der katholischen Pressein der Hauptsache abhän-gig sei von ihrer Unabhän-gigkeit. In dieser Erkennt-nis machte er sich dann auchdie Emanzipation der ka-tholischen Blätter in Augs-burg und die Konsolidierung ihrer Verhältnisse zur Lebensaufgabe und )arbeitete daran zielbewußt mit der ihm eigenen Energie und Unermüd- ?lichkeit. 1857 erwarb er, wie wir bereits missen, den „Augsburger ^
Anzeiger ". Außerdem gab er noch unter dem Titel „Augsburger Sonn-tagsblatt" ein religiös erbauliches Wochenblatt und, wie schon erwähnt,
seit 1860 die „Deutschland "1 heraus. Um alle diese Blät-ter, die er zunächst in derOffizin des BuchdruckersI. M. Kleinle am Rain,6 207, drucken ließ, selbstherstellen und so rationel-ler arbeiten zu können,kaufte er am 16. April 1860dem Buchdrucker AlbrechtVolkhart dessen reale Buch-druckerei-Gerechtsame undam 18. Mai 1861 dem Buch-drucker Kleinle dessenBuchdruckereiinventar abund eröffnete anfangs Juli1861 im Hause 6 220 in derSchmiedgasse, das er am16. April 1860 erworbenhatte, ein eigenes Geschäft,das er später „LiterarischesInstitut von Dr. Max Hutt-ler in Augsburg " benannteund durch Angliederungeiner Verlagsbuchhandlung- noch erweiterte.
Doch nicht auf Augsburg beschränkte sich I>. Hutt-ler, auch in München ,wo er anfangs der 70erJahre den „BayerischenKurier" erwarb, errichtete er ein Zweiggeschäft; hier entfaltete er aufdem Gebiete des K u n st b u ch d r u ck e s eine wahrhaft schöpferischeTätigkeit und erhielt für seine hervorragenden Leistungen auf diesem
Der NedLlktions/krlb.