Teutschc Schrissten, 11
X^VIII. Text Schwabacher.
DieN?eisheitbaueteihrHauS/und hieb sieben Seulen; schlach-tete ihr Vieh, und trug ihrenWein auf/ und bereitete ihren> Tisch; und sandte ihre Dirnenaus, zu laden oben auf diepalasteder Stadt. LNer alber ist, dermache sich Hieher. Und zum!7laoren spricht sie: Rommt^zehret vonmeinem Drod^ und trinket desWeins, den ich schenke.
xux. Parangon Schwabacher.
Verlasset das albere Wesen / so werdetjhr lebe»/ und gehet auf dem Weg des Ver-standes. Wer den Spötter züchtiget,der muß Schande auf sich nehmen, undwer den Gottlosen straft, der muß gehönet werden. Strasse den Spötter nicht/er hasset dich; straffe den Weisen, der wirddich lieben. Gib dem Weisen / so wird ernoch weiser werden; lehre den Gerechten /so wird er in der Lehre zunehmen.
Grobe Tertia Schwabacher.Der Weisheit Anfang ist des HERRNFurcht, und der Verstand lehret/ washei-lig ist. Denn durch mich w!rd deiner Ta-ge viel werde«/ und werden dir der Jahredes Lebens mehr werden. Bist du weist/so bist du dir weise ; bist du ein Spötter/so must du es allein tragen.
Li. Kleine Tertia Schwabacher.Bs ist aber ein thörm)t rvud Weib vollSchwärzens/ und weiß nichts. Die sitzt in derTbnr ihres Hauses/ aufdem^tul/ oben in der(Atadt/ zu laden alle/ die fürüber gehen/ undrichtig aufchrem Weg rvandcw. Wer ist alber)der mache sich Hieher. Und zum Narre«, sprichtsie: Die verstohlene Wasser sind süß/ und dasverdorbene Vrod ist niedlich.
ui. Grobe MittelSchwabacher/ auf grobe Mittel Kegel.
Am Weiser Gohn ist seinem Vaters Freude/aber em chörichter «^ohn ist seiner Mutter Gra»men. Unrecht Gut Hüft nicht/aber Gerechtigkeiterrettet vom Todc.DerHiLrr iäsjet die Geeie desGerechten nicht junger lcidcn/ n- stürzet aberder Gottlosen Ochinderev. Tassige <^and machtzrin/aber der^leMgen Hand machet reich. Merim Sommer sammiet / der ist t'lug / rrer aber inder Erndte schlaffe/ wird zu schänden.
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