Untercham'gste Zuschrift.
er selbst denen Hurern und Ehebrecherndas Reich GOttcs eher verspricht / alsdenen EhrgeiyigenMarisaern. Sowird auch endlich derGeiy eincWurtzelalles Übels genennet/ und ausdrücklichgemeldet/ daß es leichter sey/ daß ein Ca-meel durch ein Nadelöhr gehe/ denn daßein Reicher/ der das Hertz an das;Reich-thum hanget, in das Reich GOttes kom-me/ und an einem andern Orte wird aber-mahls unter dem Gleichniß vom Auge ge-meldet/ daß/ wenn das Auge ein Schalcksey, auch der gantze Leib finster sey / wel-ches nicht unförmlich auf den Gcitz appli-ciret wird / weil derselbe/ wie gedacht/durch die AugenLust pfleget angedeutetzu werden. So wenig aber als man Ex-empel von solchen Menschen antrift/ diedie vernünftige Liebe in einem sehr ho-hen Grad besitzen / sondern mchrentheilsbey denen Tugendhaften viel Schwach-heiten von Wollust/ Ehrgierde und Geld-Liebe mit unterlauffcn s so wenig kön-nen wir auch sagen/ daß die drey Haupt-Lasier, ob sie gleich viel öfters in einem ho-hen Grad angetroffen werden als dievernünftige Liebe/ jedes für sich alieinesey/ sondern es sind dieselbigen gleichfalls
mit