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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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Umercham'gste Zuschrift. ^

Nach denen vier Haupt-psKoneN/ lind de-nen itztbesagten vier Temperamenten ein-zutheilen. Ein?nIe8M3ficu8 ist ein rechterKönner Komme, und trachtet in allen nachder wahren Tugend-Ehre / oberschon von dem grösten Haufen der Weltnicht sonderlich hoch/ sondern wohl garverachtet wird. Ein ^an^vineus mächt

von dem bonc) ^ucunrjo den gröstm

Staat. Ein cKolericuL hat mit dem 6s.coro am Nleisten zu thun. Und endlichein Uei3ncno!jcu5 strebet nach dem donc»vtili. Gleichwie aber in der Mahler-Kunstnur fünf Haupt Farben seyn, Weiß/Gelb / Roth / Blau und Schwartz, ausderen Vermischung alle die andern Far-ben entstehen/ die wegen dem unzehli-chen Grade der Vermischung auch un-zehlich sind; also entstehen auch aus de-nen unterschiedenen Graden der Vermi-schung derer vier Hauvt-Gemüth6-Nei-gungen unzehlige lemperameme, die einMensch, der die Welt recht kennen/ undseine poütique recht verstehen will/ noth-wendig begreiffen muß/ wenn er andersdie Gemüther recht erforsche«/ und diec^p-ZL-tät der Menschen erlernen will.Dem: bald findet man einen Mcnfchcn,