das Gute und Rosezu erkennen üderh. 7
besorget seyn- Derowegen werden wir alleine vondem Guten und Bösen in Ansehen des Men-schen ,u handeln haben.
9. Das Gute des Menschen aber ist inson-derheit von dem Wahren darinnen unterschiedden, daß es in der Übereinstimmung andererDinge mit dem ganyen Menschen, odermit allen seinen Theilen und Kräften, und nicht mitdem Verstände aUeine bestehet.
10. Wiewohl auch unter dem Übereinkom-men ein großer Unterscheid ist. Was es in derBeschreibung des Guten bedeute, haben wir nurjcho errechnet. In Beschreibung des wahrenheist es nichts mehr, als wie wir allbereit in derVernunft-Lehre erklaret, daß die ausserlichenDinge von dem menschlichen Verstand begrif-fen werden können, und ist das N?ahre,eigent?lich ;u reden, weder gut noch böse, ob schon dielLrkantniß des wahren zu dem Guten desMenschen gehöret, so ferne dadurch der Willegebessert wird.
11. Wiederum ist daß Gute und Nose entwe-der rvahrhafcig also beschaffen, wenn nemlich,der allgemeine menschliche Verstand, so ferne ervon denen Urtheilen menschlicher Autorität undÜbereilung gesäubert ist, ein Ding für gut und bö-se erkennet, oder aber es ist ein Schein-Gutoder ein Schein-Ubel, wenn es von Leuten, dieoffmbahrlich in Vorurtheilen stecken, dafür ge-halten wird.
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