GlückseetteMt des Mensche,?. 97
ge Stücke der Gemüths-Ruhe seyn odernicht, und welche unter jenen entweder die Ge-müths-Riche Sem VOesen oder der VdllSdm-menheit nach bestätigen.
92 Was erstlich das Reichthum anlanget,so weiset baldAnfangs die Beschreibung desselbi-gen, weil es nichts anders als ein Überfluß desVermögens ist, daß solches ein blosser Zierat!)und kein wesentliches Stücke derGemülhs-Ruhesey. Was dir üderflüßig ist, damit kanst du an,dern deine Liebe bezeigen, und je grösser der Über-fluß ist, je mehr und an mchrern kanst du dich gut-thätig erweisen, und so weil ist Reichthum ei»Zierath der grvstcn Glückseligkeit.
9z. Hast du aber diesen Überfluß nicht, fl;darffst du deswegen in deinem Gemüche nicht un-ruhig seyn, wenn du nur genug vor dich hast.Denn hast du keinem Überfluß oder Reichthum,so hast du auch desto weniger Sorge, wie du die-sen Überfluß anwenden sollest: Und wenn dugleich nsch so arm bist, kanst du andern Men-schen doch durch deinen Einrath und Exempel ihreIrrthümer benehmen, und sie von denen Irrwe-gen abZeiten, welcher Dienst ja so gut und nochviel besser ist, als wenn man einem Dürfftigeumit Gelde und Reichthum aushilft.
94- Und also siehest du, daß das Armuth nichtsböses sey, weil es nur ein Mangel des Über-flusses ist. Wollest du gleich sagen, daß?ochdasäusserste Armuth ein Übel sey, roeil dassclbige
tL. G in