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es ist ihm auch eben so leichte» daß er dieses et-was wieder lasse zu nichts werden, und alsobaldein anders etwas an seine Stelle setze; vbschonunsere Vernunft so wenig begreiffen tan; wiesolches zugehet, als wenig sie begreiffen konte,wie es mit der Schöpfung hergegangen sey»Genug ist es, daß sie erkennet, daß diese göttli-che Erhaltung und augenblickliche Vorsorge (überderer Art uno Weise sie dannenherv nicht weitervergebens lcrupuliret, sondern mit einer demü-thigen Ehr-Furcht dieselbe vielmehr bewundert)nicht alleine ihr nicht zuwider sey, sondern auch>daß sie dererselben Nothwendigkeit zu bekennendurch diesen klaren Erweiß gezwungen werde,und den geringsten auch nur wahrscheinlichenGrund nicht vorbringen könne, diese göttlicheVorsehung zu leugnen.
20. Denn obschon ihrer viele Vahero an dergöttlichen Vorsehung zu zweifeln Anlaß genom-men, weil es in dieser AVelt denen Tugend?haften übel, Venen Nosen aber rv«?hl gehe,so haben sie doch gantz offenbahrlich darinnenauf zweyerley Arten sich prscipitiret, i. Daßsie die tugendhaften und lasterhaften Leutenicht unterschieden, sondern die Heuchler undverschmitzten Leute, die den Schalck zu ber-gen wissen, oder diejenigen, die sich derer Lasterenthalten, die von dem Hencker gestraft wer-den, im übrigen aber gantz offenbchr wollü»stig , Geld, oder Ehrgeitzig seyn, vor tugendhast