i4° Das z.H. von GVtt als dem
4Z. Eben dieses müssen wir auch von demansierlichen Danck sagen. Zu geschweige,daß, wie wir zu semer Zeit betrachten werden, dasäusserliche Dancken unter denen Menschen deß-halbcn Vonnöthen ist, daß einer dem andern be-zeuge, wie die erwiesene Gutthat ihm angenehmgewesen, und er allezeit bereit sey dem andernwieder zu dienen. Alleine bey GOtt kan dieses al-les durch meine Gedancken verrichtet werden.
49. Mit einem Wort, Beten, Loben undDancLcn, sind dcßhalben unter denen Menschenals äusserliche Zeichen nöthig, weil ein Menschdem andern nicht ins Hertze sehen kan. Dieseskan aber GOtt thun.
5°. Wollest du nun gleich sagen, daß das äus-serliche Beten, Loben und Dancken eben deßhal-den Vonnöthen sey, damit ein Mensch gegenandere Menschen seinen innerlichen Gottes-dienst bezeuge, als welche gleichfalls ohne dieseBezeugung nicht wissen können, ob sie ihn vor ei-nen tugendhasten oder gottlosen Menschen hal-ten sollen, so würde dock) auch hier die mensch-liche sich selbst gelassene Vernunft etwas finden,dassiedarwider einwenden könte.
51. Denn zu geschweige», daß die Zeichendesausserlichen Gottesdienstes betrüglich sind undöfters von denen gebraucht werden, die in ihrenHertzen Atheisten oder Abgöttisch seyn; so istes wohl an dem, daß die allgemeine friedliche Ge-sellschaft und die thätige Gemüths «Ruhe erfor-dere,