Druckschrift 
Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

L.iebe aller Menschen.

-49

ausweisen , daß auch in diesen Fällen die Kriegeö-Nacl)e keinen Frieden geben könne.

Was, sagst du endlich; Soll dieses die

101.

1'niloiovnie seyn, die jungen Leuten den Wegbahnen soll, wie sie in der Welt F^m, artigund tugendhaft leben sollen? Sie wirdnichts anders als niederträchtige Gemüthermachen, und die Eltern^ werden dir treflich ver-bunden seyn, wenn sie aus deiner Schule, an stattrechtschaffener Kerl, lauter venagte Memmenkriegen, die von keinem point 6'Honneur nichtsmisten, sondern Schande vor Ehre achten, undzu nichts in der Welt gebraucht werden können.Ich! spüre wohl mein Freund, eS müsse. mit dir auf die Neige kommen seyn, weil du ar»statt vernünftiger Einwnrffe schändest undschmähest. Du redest nicht, wie kluge Leute re-den , sondern wie die Balger und Klopff-Fechter»Meine plnlosoonie ist dem gemeinen bürgerli-chen Leben nicht zu wieder, sondern vielmehr aller-dings gemäß. Der das groste ^^/E?»« hat,kan dett F^mesten und arttsten Äerlm dervl?e!r abgeben. IcmehrG'edultetNerhat,je besser'Vämmt er bey Hoffe fo»t> Es istwahr, du gebest bey lustiger Geleilsdaft die Ge,dult derSchweirzcr und Holländer wackeedurch, und giebest deinen unbegedrte» Nach, wiesie durch Ergreiffungder Waffen, ocier ein wenigmehr Hitze be» den ergriffenen Waff'N, sich inbesserer Sicherheit sehen sollen. Aber mein,O. z über-