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Antiquarischer Briefe zwey und zwanzigster.
Stein zu schneiden, zwischen die Zeiten des Pölykratcs undZsmcnias wollen vermuthen lassen. (°) Er sagt: pai^c-atisFomma, <ZU!V llemonktrstur, illidkltkd illtaetcllzsuo ett: IsmvniivNtato mulcos pott annos, »pparot tcal^i vtiam 5msrgF(los koli-tos. „Der Edelstein des Pölykratcs war völlig unverletzt:„und erst zu den Zeiten des Zsmcnias, viele Zahr nachher,„zeigt es sich, daß man auch in Smaragd geschnitten." Eingeschnittener Stein aus den Zeiten vor dem Pölykratcs, wardem Plinius also nicht vorgekommen; und der Smaragd desZsmcnias war der erste geschnittene Stein, dessen er erwähntgefunden.
Dieses Datum aber fiele weg, wenn man nothwendig zu-geben mußte, daß Thcodorus von Samos auch in Edelsteinengearbeitet habe. Zndcß hätte Hr. Winkclmann es immer alsausgemacht annchmcn mögen: wenn er das Zeitalter diesesKünstlers nur nicht überhaupt so sehr unrichtig bestimmt hätte.„Zn Erzt, sagt er, müßte man in Italien weit eher als„in Griechenland gearbeitet haben, wenn man dem Pausanias„folgen wollte. Dieser macht die ersten Künstler in dieser„Art Bildhauerei), einen Rhöcus und Thcodorus aus Samos ,„namhaft. Dieser letzte hatte den berühmten Stein des Pvly-„kratcs geschnitten, welcher zur Zeit des Crösus, also etwa um„die sechzigste Olympias, Herr von der Znscl Samos war.„Die Scribenten der römischen Geschichte aber berichten, daß„bereits Romnlus seine Statue, von dem Siege gekrönt, auf„einem Wagen mit vier Pferden, alles von Erzt, setzen las-„sen, u.s. w.
Es folgt nicht, weil Theodor den Stein des Pölykratcs ge-schnitten, weil er die große Vase von Silber gearbeitet hatte,welche Crösus in den Tempel zu Delphi schenkte, daß er darumein Zcitvcrwandtcr des Pölykratcs und Crösus gewesen. Crösusund Pölykratcs konnten im Besitze dieser Kunstwerke seyn, ohnesie dem Meister selbst aufgegeben zu haben. Dieser konntelängst vor ihnen gelebt haben: und muß auch. Denn Plinius sagt ausdrücklich: plsMecn invomlle likovcum k Ikvoclorum
(°) XXXVII. Seet. 4.(°°) Geschichte der Kunst, S. t6.