Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
67
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Antiquarischer Briefe zwey und zwanzigster.

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trailunt, multo anto Laeekiaclas Oorintno Quitos. Diese Vertrei-bung der Bacchiadcn geschah durch den Cypsclus, lim die drey-ßigstc Olympiade; und das multo snto des Plinius bringt dasZeitalter des Thcodorus den Zeiten des Romulus ungleich nä-her: ja beide können gar wohl als völlig zcitvcrwandtc Perso-nen betrachtet werden.

Aus dem Clemens Alcxandrinus lernen wir zwar, daßPolykratcs mit einer Leyer gesiegelt; (*) und Zunius vermuthet,daß diese eben das Sinnbild gewesen, welches Thcodorus aufjenen Stein geschnitten. Aber wir wissen, daß man in denältesten Zeiten auch mit Ringen von blossem Metall siegelte,in welches die Namen oder Sinnbilder gegraben waren: undfolglich kann die Nachricht des Clemens ihre Richtigkeit haben,ohne daß darum die Nachricht des Plinius falsch ist. Dennin dieser ist nicht von blossen Siegelringen, sondern von Sie-gelringen mit geschnittenen Steinen die Rede; und es ist derNatur der Sache gemäß, daß jene längst im Gebrauche gewe-sen, ehe diese aufgekommen.

Drey und zwanzigster Brief.

Zum Beweise, daß die Cyrcnäcr von je her als ein derVerschwendung und Wollust äusserst ergebenes Volk bekanntgewesen, führt Aclian aus dem Eupolis an, daß der geringstevon ihnen einen Ring von zehn Minen getragen, <5? «v-

?UIV r^x^x^wT-vl; <?cs>^«^t(5«>; xt^L 6xx« ^>.VU!V; und setzt hinzu:6« ^«^I.oi^xo'^oci n«t 7-0^1? Ft«^x^icpov7-«? 7-01^ cso-XT^-

kcoi^;denn man hatte Ursache die, welche die Ringe gcsto-chcn hatten, zu bewundern."

Aber hier muß man den Zusatz des Aclians, von demZeugniß des Eupolis unterscheiden. Es ist blos die Auslegungdes Aclians, daß dicsc Ringe wcgcn der Arbeit des Stein-schneiders so kostbar gewesen. Denn o-Px«^^, wie schon er-innert, hcisscn nicht eben nothwendig Ringe mit geschnittenenSteinen; und wenn sie cs auch hier hicsscn, so ist darum noch

(°) pivllng, IU>1. III. i>. S89. ?ott.

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