Antiquarischer Briefe sechs und zwanzigster.
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Verboth die Smaragde zu schneiden, nur auf die concav geschlif-fenen einschränken will, nicht Statt haben kann.
Sechs und zwanzigster Brief.„Selten, setzt Hr. Klotz hinzu, sind auch ihre Werke in„ Sapphir."
Was für einen Sapphir meinet er? Den Sapphir der Alten,oder unsern? Denn er wird wissen, daß dieses zwey ganz vcr-schicdnc Steine sind. Von jenem wäre es kein Wunder, dennPlinius nennt ihn ausdrücklich inutilom toslpturaz, intervvnlenti-bus crMalllms contris. (*) Ueber diesen aber wird noch gestrit-ten, ob er den Alten überhaupt bekannt gewesen. Und kanntensie ihn ja, so kannten sie ihn doch nur als eine Art des Ame-thysts oder Berylls. Er hatte den Werth nicht, den er beyuns hat; und wenn sie ihn schnitten, so geschah es mehr vonungefehr, als in der Meinung einen kostbarern Stein zu schneiden.
„Am häuffi'gstcn, fährt Hr. Klotz fort, brauchten sie zu hohl„gegrabncn Werken den Carneol oder Agat, von einer Farbe,„so wie sie sich bey crhobnen Werken der verschicdncn Agato -„nyche und Sardonyche bedienten."
Hier möchte ich erst eine orthographische Kleinigkeit fragen?Warum schreibt Hr. Klotz beständig Agat? Der Stein und derFluß, von welchem der Stein den Namen hat, haben im Grie-chischen ein und nur die Franzosen müssen, wegen ihrer schi-schcndcn Aussprache des cn, dieses x. in ein s verwandeln. Aberwarum wir? Daß es Hr. Klotz thut, ist also ein Beweis,mit welcher Oscitanz er seinen französischen Währmännern nach-schreibt. Aus eben dieser Oscitanz schreibt er Bcrill und Amc-thist, anstatt daß er Beryll und Amethyst schreiben sollte.
Sodann möchte ich wissen, ob sich Hr. Klotz in dieser Stellemehr als Antiquar oder als Naturkundigcr, mehr in der Spracheder alten oder der neuern Stcinkcnncr habe ausdrücken wollen?Denn gewiß ist es, daß er sich nur nach einer und eben der-selben hätte ausdrücken, und nicht in der nehmlichen Periodebald diese bald jene führen müssen.
c°) I/iI-r. XXXVII. locl, 39.