Antiquarischer Briefe vierzigster.
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die Steine reiner, klärer lind glänzender zu mache». Natterbemerkte, daß die alten Carncole und Onychc, auch wenn dieArbeit darauf noch so schlecht sey, dennoch sehr feine und lau-tere Steine wären: er schloß also, daß einige alte Künstlerwohl das Geheimniß dürften gehabt haben, sie zu reinigen,und ihrem Glänze nachzuhelfen, indem man ißt unter taufendenkaum einen finde, der das nehmliche Feuer habe. Es streiten,sagt er, für diese Muthmaßung noch andere stärkere und über-zeugendere Gründe, die ich dem neugierigen Leser indeß zu er-rathen überlasse, bis ich sie ihm bey einer andern Gelegenheitselbst mittheilen kann. Natter hat sehr richtig gemuthmaßct:wenn es anders bloße Muthmaßung bey ihm war, was Pli-nius mit ausdrücklichen Zeugnissen bestätiget, der uns sogareines von den Mitteln aufbehalten hat, dessen sich die Stein-schleifer zu dieser Absicht bedienten. Omnes gemmi-e, sagt er,mellis äocoetu nitetemit, pra-el^us lüoit'ici: in omni alio ul'u »eri-monmm adlioirontes. Eine bloße Reinigung der äußern Flächekann nicht gemeinet seyn; dieser tleeoetus wizllis (^»rtid mußtetiefer dringen, und durch die ganze Masse des Steines wirken.Die Schärfe des Corsischcn Honigs, die ihn hierzu vornehmlichgeschickt machte, obgleich sonst die Edelsteine scharfe Säfte nichtwohl vertragen können, schreibet Plinius an einem andernOrte,("^) der Blüthe des Burbaumcs zu, welcher in Corsica sehr häufig wachse. Ich merke dieses an, um in Ermanglungdes Corsischcn Honigs, unser gemeines Honig mit zerquetschtenBuxbaumblättcrn oder Blüthen abzureiben, Falls man einenVersuch damit machen wollte, für dessen Erfolg ich jedoch nichtstehen mag.
(°) Zum Schlüsse seiner Borrede: ^e luis lisns i'opwion, <ine yuei-
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(°°) I.il>. XXXVII. Leet. 74.
(°°°) XVI. Seol. 18.