Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
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AntuMiischcr Vriefe vicrjigsicr.

Aus den Händen dieser politomm zemmmum empfingenalso die Se-U^tm-os die Steine, in welchen sie ihre Kunst zei-gen wollten. Sie von ihnen selbst zuschlcifcii lassen, heißt denBildhauer in die Kluft schicken, daß er den Marmorblock, dener beleben will, auch selbst brechen soll.

Die Ompvl'itoi'os gemm-u'um waren die, welche die ge-schliffenen oder geschnittenen Steine faßten, und so, wie siesich nach ihren Farben am beste» zusammen schickten, ordneten.Denn da die Alte» einen ganzen Schmuck von lauter Steineneiner und eben derselben Farbe vielleicht nicht liebten, imGrunde auch so leicht nicht zusammen bringen konnten, als esuns bey der ungleich größern Menge von Steinen jeder Artmöglich ist: so kam sehr viel darauf an, die Steine von vcr-schiedne» Farben so zu verbinden, daß keiner den andern schän-dete, und sie alle zusammen eine gute Wirkung auf das Augemachten. Dieser eomvoNtoiun» gedenkt Plinius , wo er vondem Opale redet: l^) Opali kmarilAcl!« tantuin cotleiites. IncliaIvla koium v5t matei'; at<juv illoo ois iii-etiotillimam gloiiam(^ompot'itoi'es Fvmmsi'um A nin.xime inenari-aliilem llislieultatom«Ic-tioiunt. So hieß es, wie ich glaube, i» allen gedruckte»Ausgaben des Plinius, bis auf den Harduin, der ich weisnicht welche Dunkelheit i» den Worten des Plinius faud, unddie letzte Periode aus seinen Manuskripten folgender Gestaltzu lese» befahl; atyuo !n ^rotiosiktimaiuni Fvuunuium Alm-m eom-pollti insximo iiiLuaiialiilom llislic.ultatom clvclLi'unt. Das ist,wie er es i» einer Note selbst erklärt, weil er ohne Zweifelvoraussah, daß diese Lesart hinwicdcrum andern nicht sehrdeutlich seyn dürfte: A cu>» ^lotiollltiniis gvmmis comii-iiilti ma-ximv inonari seilen» clocloro tlisliLuItatem, num Femiuis slüs,«juaium kimilituciiiiom refeiuiit^ ^otioros vos liilliori o^>oitvret.Es ist wahr, nun versteh ich es recht wohl, was Harduin will:aber eine solche unaussprechliche Schwierigkeit kömmtmir doch auch sehr seltsam vor. Eine unaussprechliche Schwie-rigkeit, einem Dinge einen Werth zu setzen, was keinen be-stimmten Werth haben kann! Es kam ja lediglich auf den Gc-

(°) I.Uir. XXXVIl. rsp, 0.