Erfindung der Buchdruckerkunst. 247
dnicker Namens Frankeberger die scinige unter gewissenBedingungen dem Armenhause überlassen, welches dieselbedurch Faktore besorgen ließ. Allein in Folge eines im Jahr1812 erlassenen Consnlarbeschlusses, welcher allen Wohlthätig-keitsanstalten die Ausübung eines bürgerlichen Gewerbes unter-sagte, ging diese Drnckerei ein und wurde öffentlich versteigert.
Im Jahr 1769 errichtete der Buchdrucker JohanuBenjamin Mailand, welcher- der Häffncrschen Druckereials Faktor vorgestanden hatte, ebenfalls in Mainz eineDruckerei, welche 30 Jahre lange fortbestand, aber 1799 vonseiner Witwe und seinem Sohne nach Aschaffenbnrg verlegt wurde.
Eine andere Buchdruckerei errichtete die 1786 entstandeneTypographische Gesellschaft, welche den BuchdruckerJohann Andreas Craß znm Faktor derselben ernannte,dem sie nach ihrer baldigen Auflösung die Druckerei überließ.Nach dessen Tode kaufte sie Theodor von Zabern, wel-cher dieselbe noch gegenwärtig fortführt.
Im Jahr 1797 verlegte Andreas Pfeiffer seine znDn'.ckbeim an der Haardt errichtete Buchdruckerei nach Mainz uud setzte sie dort bis zum Jahr 1813 fort-, wo er sie dem.hofrath Neuling überließ, der sie 1831 seinem FaktorW. Seifert verkan'fte.
Die im Jahr 1812 verkaufte Druckerei im Armenhausekaufte der Faktor derselben, Johann Wirth , in Verbindungmit dem Buchhändler Florian Kupferberg. Sie setzte»solche bis zum Jahr 1816 gemeinschaftlich fort, wo sie sichtrennten, das Geschäft theilten und jeder dasselbe für sichfortführte.
Im Jahr 1819 schickte Florian Kupferberg sciueganze Buchdruckern mit allen Arbeitern nach Bonn , wo siein einem von der Universität hierzu eingeräumten Locale unterseinem Namen und für seine Rechnung durch eiueu Faktorverwaltet wurde, bis Herr Kupfcrberg dieselbe im Jahr 1820an die Herren Bohres uud von Brück verkaufte, aber, seit