266 Zweites Buch, Siebenter Abschnitt.
11) Corpus oder auch Garmond, hat ihren Namenvon dem französischen Schnstschneider kar-lmon-I, von demsie zuerst verfertigt und angewendet wurde.
13) Borgis oder Borgois und auch kaillsrclegenannt, ist eine eingeschcbene Schriftgröße französischen Ur-sprungs, jetzt aber mehr in den englischen Druckereien gewöhnlich.
13) Brevier ebenfalls aus Frankreich stammend, hatihren Namen von den Gebetbüchern gleiches Namens, die mitderselben gedruckt wurden.
14) Petit, gleichen französischen Ursprungs, ungewißaber, woher sie diesen Namen n halten hat.
15) Colonell, stand zwischen Brevier und der nach-folgenden Nompareil, ist aber aus der Gewohnheit gekommen.
16) Nompareil, ebenfalls eine französische Schrift-größe, in welcher sich in neuerer Zeit besonders der Schrift-gießer Haas der Aeltere in Basel , und ein herumreisenderSchriftschneider Schmidt ausgezeichnet haben.
Die Canzleischrift ist in der Blichdruckerei nicht sehrüblich. Zwar hat der eben erwähnte Schnstschneider Schmidteine Probe derselben geliefert; allein sie ist so beschaffen, daßsie nicht in Gebrauch gekommen ist. Man bedient sich stattderselben entweder der gebrochenen Fraktur oder einer schattir-ten Schrift des Schriftgießers Crabath in Prag , die nichtübel ins Auge fällt.
Auch von den verschiedenen Arten der deutschenCurrentschrift sind Proben gemacht worden; im Ganzenlassen sie aber noch Manches zn wünschen übrig.
Durch typographische Schönheit der Drucke zeichneten sichseit der Erfindung der Bnchdruckerkunst vorzüglich aus: Men-telin uud Eggestein iu Straßburg, Christoph Plan-tin in Antwerpen, Robert Stephan us in Paris ,Aldus Manutius zu Venedig, die Elzeviere in Amster-dam und Leiden, Johann Baskerville in Birmingham ,Bodoni in Parma, Joachim Jbarra in Madrid , FranzAmbrosius Didot in Paris , Peter August von