316 Zweites Buch. Achter Abschnitt.
sein ganzes Druckgeräthe an Simon Pigct, den er seiteiniger Zeit schon zu seinem Gesellschafter angenommen hatte,ging von der Literatur zur Gesetzgebung über und wurdeMitglied des großen Raths.
Ausser den bisher Genannten finden wir im letzten Vierteldes löten Jahrhunderts unter den Buchdruckern zu Paris auch noch einen Valthasar Morelli, von dem es aber ungewißist, ob er zu der Familie der Vorhergehenden gehörte. Erdruckte 1530: „^obiinnis » Itoderteria I'uionensis topioan^uri» lidros qustuor, und des Nämlichen Ni^iuwtimium ^urislibros yuatuor in lldro« institi^ionum imueriitlium 8.; dann1590: ^ao«M Severtü orb. e-ttoptrio. in Fol., ausser welchensonst nichts von ihm bekannt ist.
Beinah ein ganzes Jahrhundert blühte der Name Morelliunter den ausgezeichnetsten Buchdruckern vou Paris . DerRuhm der Gelehrsamkeit und der typographischen Kunst undThätigkeit war gleichsam ein Erbstück, welches von den Väternauf die Söhne und Enkel überging und sich von 1557 bis1646 sorlwährend in ihrer Familie behauptete, mit der sichin dieser.Hinsicht, die Familie der Stephani ausgenommen,keine andere vergleichen kann.
§. 95.
Das Haupt dieser letzteren war Heinrich StephannsI,,der in den ersten Jahren des löten Jahrhunderts eine Druckereiin Paris errichtete, aus welcher >509: „lli-ttm-iit ^siae etKurvn»«, s, I'io I'.ijm vausoriM, 4,, und Psalterium quin-tuplox <Z»l. liom. Ilkdr. vetus eaneilintum per ^»v. I?ilb.St-^iulen^em vum expa«. Fol. hervorgingen. Das erste darauffolgende Werk war: „kicnlilus eontr» seetom ^Iallumetlv»m,et ^non^mi lidellus äe moridus ^'uroitrum item luclneorNm,in 4. 1512," von wo an er jedes Jahr durch den Druckwenigstens eines, oft auch mehrerer Werke bezeichnete.Das letzte, was aus seiner Offizin erschien, war: „vpu«vu-lum 6e vit-t et moribu« Saverckotum, 1519;" und da man
keine späteren Ausgaben von ihm kennt, so ist z» vermuthen.