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Staatliche Theorie des Geldes / von Georg Friedrich Knapp
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K 4. Platische und genetische Beziehungen des Geldes zum Metall. 47

Das bare Geld hat alle Eigenschaften des Papiergeldesaber noch einige andre dazu!

Außerdem ist schon hier daran zu erinnern, daß die chartaleBeschaffenheit unserer Zahlungsmittel nicht der ganze Inhaltunserer Geldverfassung ist es kommen Einrichtungen hinzu,die das erzeugen, was etwa noch vermißt werden mag.

§ 4.

Platische und genetische Beziehungen des Geldeszum Metall.

Die Beziehungen des Geldes zu den Metallen ordnen sicham leichtesten, wenn man sie unterscheidet in platische, genetischeund dromische.

Die platischen Beziehungen ergeben sich aus der Betrachtungder fertigen Geldstücke, indem man nur auf die Beschaffenheitder Platten achtet;

die genetischen Beziehungen erkennt man durch die Unter-suchung ob eine Geldart nur geschaffen werden darf unter Ver-wendung eines Metalles, das von der Rechtsordnung aufgefaßtwird als sei es immer zur Verwandlung in Geld bestimmt;gewisse Geldarten entstehen auf diese Weise, andere Geldartenentstehen auf andere Weise;

die dromischen Beziehungen sind wieder von ganz andererArt: dabei handelt es sich um die Frage, ob einem Metall einfester Preis verschafft wird oder nicht.

Die Definition des baren Geldes wird sich bei der Be-trachtung der genetischen Beziehungen ergeben, welche weitausdie wichtigsten sind.

Am wenigsten wichtig ist die platische Unterscheidung derGeldarten, also gerade diejenige, welche dem Laien am nächstenliegt. Denn durch Betrachtung der fertigen Stücke, nach reintechnischer Weise, findet man nur Münzen auf der einen Seite,Scheine auf der andern. Münzen sind gezeichnete Platten aus