K 4. platische und genetische Beziehungen des Geldes zum Metall. 51
alle beide sind außerstand, über das eigentliche Wesen derZahlungsmittel etwas befriedigendes beizubringen. Eine Lutro-logie läßt sich ans numismatischer Grundlage nicht aufbauen,trotzdem daß die ältesten Zahlungsmittel, soweit sie schon Geldsind, in Gestalt von Münzen auftreten.
Ganz anders dringt die genetische Unterscheidung der Geld-arten in das Wesen der Sache ein. Dabei geht man nicht vonden fertigen Geldstücken aus, die ja natürlich nur eine rein tech-nische Untersuchung zulassen, sondern man faßt ins Auge, was dieRechtsordnung bestimmt über die Verwandlung von Metall inGeld. In den Zeiten des Autometallismus bezeichnet die Rechts-ordnung ein Metall, das als solches Tauschmittel sein soll; inden Anfängen der Chartalität hält man noch daran fest, daßein Metall unbegrenzt verwandelbar in Geldstücke sein müsse.Jedes solche Metall wollen wir hvlisch nennen; es ist nicht mehrohne weiteres Tauschmittel, aber es ist bis auf weiteres noch dieVoraussetzung dafür, daß Geld entstehe, und zwar in der Regeldurch Ausmünzung. Alsdann ist das Geld noch hylogenischund dadurch mit dem Autometallismus verwandt, so nah ver-wandt, daß viele Schriftsteller den Unterschied gar nicht sehen,der doch ganz klar ist: pensatorische Barren, oder solche Münzen,werden zugewogen, das Geld aber nicht. Die Ähnlichkeit aberliegt darin, daß dort wie hier die Menge des Mischen Metallsdarüber entscheidet, wie groß der Betrag an Zahlungsmittelnist, welcher entstehen soll. Ohne hvlisches Metall kein Zahlungs-mittel, das ist der Grundsatz, der sich vom Autometallismus indie Chartalverfafsung hinüber rettet — aber nur für das hylo-genische Geld. Hyle bedeutet nun ein Metall — von andernStoffen kann man absehen — welches nach der Verfassungzugelassen ist zur unbeschränkten Verwandlung in Geld. Wennin dieser Beziehung eine Grenze gesetzt wäre, so würde einsolches Metall nicht mehr hvlisch sein; so daß also zum Beispiel beiuns Kupfer und Nickel, auch Silber, nicht hvlische Metalle sind —