H 4. Platische und genetische Beziehungen des Geldes zum Metall. 53
Die Norm hat gar nichts mit dem Münzfuße zu tun, dennes wird dabei gar nicht von Münzen geredet. Es wird nurgesagt, daß das hylische Metall unbegrenzt so in Geld ver-wandelbar sei, daß aus einer Gewichtseinheit durch die Be-gültigung so und so viele Werteinheiten in Geld entstehen sollen.
Als bei uns, vor 1871, das Silber hylisches Metall war,lautete die Norm: aus einem Pfund Silber ist Geld im Be-trage von 30 Talern herzustellen. Jetzt, da Gold das hylischeMetall ist, lautet die Norm: aus einem Pfund Gold ist Geldim Betrage von 1395 Mark herzustellen. In beiden Fällen wardie Herstellung unbegrenzt, was zum Begriffe des hylischenMetalles gehört. —
Ein besonderer Fall des hylogenischen Geldes, und zwarweitaus der wichtigste und häufigste, ist das bare Geld.
Das bare Geld setzt also voraus, daß es ein hylischesMetall gebe; folglich auch, das es eine Norm gebe; da aberdiese Norm zuweilen vom Gesetzgeber geändert wird, so mußein bestimmter Zeitpunkt für die Norm genannt sein; hierdurchkommt also eine zeitliche Bedingtheit in den Begriff, den wirsuchen. Wenn nun ein solches Metall durch Ausmünzung inGeld verwandelt wird (was nicht selbstverständlich ist), undwenn die ausgeprägten Stücke so begültigt sind, daß ihr spezi-fischer Gehalt der hylischen Norm entspricht: dann sind dieseStücke bares Geld.
Demnach handelt es sich beim baren Gelde um drei An-ordnungen des Staates:
1. Es werden genau beschriebene Münzen geschaffen, auseinem bestimmten Metall, mit einem bestimmten absoluten Ge-halt; dies ist der Münzfuß;
2. es wird befohlen, daß jede dieser Münzen so und soviele Werteinheiten gelte. Die Werteinheit ist entweder diefrühere, oder sie wird neu benannt und in diesem Falle wirdsie historisch definiert im Anschluß an die frühere Werteinheit.Dadurch ist die absolute Geltung gegeben.
Aus beiden Anordnungen folgt ohne weiteres der spezifische