Z 4. platische und genetische Beziehungen des Geldes zum Metall. 55
Gehalt des Geldes für die Quelle seiner Begültigung ansieht,also für den Metallisten. Er hat den Vorteil, das bare Geldviel einfacher zu definieren. Weshalb aber folgen wir diesemBeispiele nicht? Der Grund ist naheliegend: was der Metallist hier gewinnt, das verliert er auf der anderen Seite; er kanndas autogenische Geld gar nicht begreifen, also auch nicht defi-nieren. Er hat keine allgemein anwendbare Vorstellung vomGelde.
Nichts ist klarer, als daß der Chartalist, da er alles Geldbegreifen will, dem baren Gelde keine so einfache Definition gebenkann. Aber nicht auf diese Einfachheit kommt es an: er kanndoch jedenfalls eine Definition geben!
Hieraus ergibt sich nun, daß seit 1871 die Talerstücke nichtmehr bares Geld sind: denn das Silber ist kein hnlisches Metallmehr. Aus demselben Grunde sind die Reichssilbermünzen (zu5 Mark, 2 Mark, 1 Mark, Mark) kein bares Geld; ebenso-wenig unsere Kupfer- und Nickelmünzen, da auch Kupfer undNickel nicht hylische Metalle sind.
Früher, vor dem Jahre 1871, waren die Talerstücke baresGeld, weil das Metall Silber für sie hnlisches Metall war, undweil der spezifische Gehalt der Talerstücke damals der hnlo-genischen Norm entsprach.
Hingegen waren damals die Silbergroschen kein bares Geld;denn obgleich sie aus Silber ausgeprägt waren, so war dochihr spezifischer Gehalt nicht der des Talers, sondern geringer.
In Süddeutschland waren vor 1871 die Guldenstücke baresGeld. Daneben waren die Krontaler im Umlauf, eine Silber-münze aus den österreichischen Niederlanden, die gar nicht mehrausgeprägt wurde. Waren die Krontaler bares Geld? Ja;denn es kommt nicht darauf an, ob die Krontaler noch aus-prägbar sind oder nicht, sondern darauf, ob das Silber hylisch,also unbegrenzt in Geld verwandelbar ist. Man hat also zufragen, ob der spezifische Gehalt des Krontalers der Norm ent-sprach, nach welcher das Silber in Geld verwandelbar war: unddies war der Fall. Der Krontaler hatte denselben spezifischen