gy Erstes Kapitel, Zahlung, Geld und Metall-
Wie das bare Geld eine Unterart des hylogenischen Geldesist, so hat auch das autogenische Geld eine Unterart, die vonhoher praktischer Bedeutung ist: sie wird höchst unbestimmt als„wahres" oder „eigentliches" Papiergeld bezeichnet und steht ebensoin Mißachtung, wie das bare Geld in allgemeiner Achtung steht.
Da die Scheine nach der früher betrachteten vlatischenUnterscheidung in der Regel aus Papier bestehen, so gehörtjenes eigentliche Papiergeld zu den Scheinen — aber dies istnicht ausreichend, um es zu definieren; denn es gibt Scheine,die nicht „eigentliches" Papiergeld sind.
Das eigentliche Papiergeld kann nämlich nicht platisch, sondernnur genetisch definiert werden, gerade so wie das bare Geld.
Autogenisch ist zunächst das Geld dann, wenn es nicht durchVerwandlung eines hylischen Metalles in Geld entsteht; fürautogenisches Geld gibt es also auch den Begriff der Normnicht. Es besteht aus morphischen Stücken, welche proklama-torisch begültigt sind, ohne daß gefordert würde, daß ein hylischesMetall zu verwenden sei.
Dies schließt aber nicht aus, daß es metallene Plattenhabe — wie wir oben gesehen haben, als von den früherenSilbergroschen die Rede war: sie sind Münzen, sogar Silber-münzen, und dennoch gehören sie zum autogenischen Gelde.
Also Mttnzform ist fürs autogenische Geld gestattet; dieseForm ist aber nicht gefordert; zulässig ist autogenisches Geldauch in Form von Scheinen — und damit sind wir beim „eigent-lichen" Papiergelde angelangt: es ist papiroplatisches, auto-genisches Geld.
Wir reden hier nicht von Einlösbarkeit oder Uneinlösbarkeit;diese Unterscheidung wird uns erst später beschäftigen, da sieeiner ganz anderen Betrachtung entspringt; hier handelt es sichnur um die Entstehung, die, wie gesagt, nicht hylisch ist undum die papierne Beschaffenheit der Platten; da, wo beideszusammentrifft, ist im genetischen Sinne das „wahre" Papier-geld vorhanden, was in dem systematischen Namen „autogenischesPapiergeld" mit aller Deutlichkeit hervortritt.